COVID-19-Forschung

Start-ups fordern mehr Corona-Hilfe aus Berlin

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München. Vier mittelständische deutsche Biotechunternehmen, die sich zu einer Initiative „Biotech Emergency Alliance for Therapies against COVID-19“ verbündet haben, fordern von der öffentlichen Hand Entwicklungshilfe für neue Corona-Medikamente. Dabei handelt es sich um AiCuris (Wuppertal), Atriva Therapeutics (Tübingen), die Immunic AG (Gräfelfing) sowie die in Jena ansässige InflaRx.

„Wir können lebenswichtige Medikamente zur Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung stellen, aber wir benötigen signifikante Unterstützung bei der Finanzierung der Entwicklungs- und Produktionskosten – jetzt!“, lautet der Kernsatz des am Mittwoch veröffentlichten Appells. Zwischen den Zeilen steht der Vorwurf, Berlin verliere über sein Engagement bei der Impfstoffentwicklung den Therapeutikabedarf aus den Augen. „Trotz Impfstoffen werden Menschen noch über viele Monate, vielleicht sogar Jahre, schwer an COVID-19 erkranken.“ Die Firmen wünschen sich die Einrichtung eines staatlichen Fonds über 500 bis 750 Millionen Euro. Ihre eigenen Corona-Wirkstoffexperimente, versichern sie, seien „bereits weit fortgeschritten und erfolgversprechend“. Noch erwirtschafte man jedoch keine Umsätze, aus denen sich die klinische Entwicklung selbst stemmen ließe. (cw)

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