Medizinstudium

Startschuss für Medizincampus Trier

Medizinstudenten der Uni Mainz können künftig einen Teil ihres Studiums in Trier absolvieren.

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:
Die Porta Nigra, das Trierer Wahrzeichen.

Die Porta Nigra, das Trierer Wahrzeichen: Antik soll es im Medizinstudium aber nicht zugehen.

© Stefan Körber / stock.adobe.com

Mainz/Trier. In Trier ist jetzt der Startschuss für das erste Wintersemester für Medizin-Studierende am Medizincampus Trier (MCT) gefallen – die Studenten kommen von der Unimedizin Mainz. Der MCT startet nach Angaben der Mainzer Uni mit acht Studierenden des zehnten Fachsemesters der Universitätsmedizin Mainz, die anschließend auch ihr unmittelbar folgendes Praktisches Jahr an Trierer Krankenhäusern absolvieren werden. Zum Wintersemester 2021/2022 werde der MCT auf das neunte Fachsemester ausgeweitet.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hob im Rahmen der Eröffnungsfeier in Trier die Bedeutung des Kooperationsmodells hervor. „Mit der Eröffnung des Medizincampus Trier realisieren wir heute ein wegweisendes Strukturprojekt der rheinland-pfälzischen Landespolitik. Wir stärken die Ausbildung in der Medizin, indem wir die Ausbildung unserer Nachwuchsärztinnen und -ärzte in die Fläche tragen. Das regionalisierte Studium bindet nun starke Partner aus Trier in die Medizinerausbildung ein und ermöglicht uns, Lehrkapazitäten zu verstärken“, so Dreyer.

Dreyer ergänzte: „Von einer gestärkten Medizinerausbildung profitiert ganz Rheinland-Pfalz. Insbesondere leistet der Medizincampus einen wesentlichen Beitrag, die ärztliche Versorgung zukünftig im ländlichen Raum zu verbessern. Auch profiliert er Trier als regionalen Gesundheitsstandort weiter und trägt zur Fachkräftesicherung an den Trierer Krankenhäusern bei.“

15 Millionen Euro in Medizincampus investiert

Landeswissenschaftsminister Professor Konrad Wolf wies in einer Feierstunde darauf hin, dass die Landesregierung mehr als 15 Millionen Euro in den Medizincampus Trier investiert habe. „Damit können wir hervorragende Studienbedingungen in personeller, baulicher, konzeptioneller und didaktischer Hinsicht bieten und erfüllen die hohen Ansprüche an die Qualität der Lehre“, so Wolf.

Wie Professor Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, erinnerte, sei die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses in Rheinland-Pfalz eine der zentralen Aufgaben der Universitätsmedizin Mainz. Auch um den Ausbildungsstandort Rheinland-Pfalz weiterhin attraktiv und zukunftsorientiert zu gestalten, sei der Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz ins Leben gerufen worden. „Wir freuen uns, den Studierenden ein interessantes und bereicherndes Lehrangebot in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und dem Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen anbieten zu können“, so Wolf.

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