EU-Digitalcharta

Steilvorlage

Von Matthias WallenfelsMatthias Wallenfels Veröffentlicht:

Der Mensch muss die Roboter beherrschen und leicht bedienen können", postulierte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka im April zur Eröffnung der Hannover Messe. Damit gab sie die Leitplanken für die Realisierung der Industrie 4.0 in den Bereichen Medizin 4.0 und Pflege 4.0 für Deutschland klar vor.

Insofern tun sich zumindest auf nationaler Ebene keine großen Konfliktlinien mit der jetzt von Politikern – darunter der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz – und Social-Media-Experten im Auftrag der ZEIT-Stiftung erarbeiteten "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" auf, die jetzt veröffentlicht wurde.

Die Unterzeichner fordern in den 22 Artikeln unter anderem einen umfassenden Datenschutz, den Vorrang des menschlichen Willens bei der Mensch-Maschine-Kollaboration – die Grundfeste der Industrie 4.0 – sowie die gesetzliche Regulierung.

Die Charta soll der EU als Arbeitsvorlage dienen – möglichst zur 1:1-Übernahme in Europäisches Recht, wie anzunehmen ist. Aber nicht alle EU-Länder sind in puncto Datenschutz und Selbstbestimmung so hartleibig wie Deutschland.

Es sind dicke Bretter zu bohren. Vielleicht kann Schulz sich hier profilieren – die Frage ist nur, ob von Deutschland oder von Brüssel aus. . .

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci (SPD, v.l.), Kirsten Kappert-Gonther (Grüne), Benjamin Strasser (FDP), Ansgar Heveling (CDU) und Kathrin Vogler (Linke) stellen im Haus der Bundespressekonferenz einen Gesetzentwurf zur Suizidbeihilfe vor.

© Wolfgang Kumm/dpa

Fraktionsübergreifend

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe präsentiert

Die Vakzine ComirnatyTextbaustein: Sonderzeichen/war von den Unternehmen BioNTech und Pfizer.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Studien-Splitter

Dritte Corona-Impfdosis essenziell gegen Omikron