Aufforderung

TK-Chef Baas: Ärzte sollen elektronische Patientenakte fleißig befüllen

Verbraucherschützer und Kassen setzen für 2022 auf mehr Schwung in puncto elektronischer Patientenakte.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Verbraucherzentralen setzen auf mehr Schwung für elektronische Patientenakten (ePA) im neuen Jahr.

„Die bisherigen Nutzerzahlen haben noch ganz viel Luft nach oben“, sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Viele Anwendungen seien damit wesentlich effizienter auf den Weg zu bringen, im Interesse der Patienten, aber auch des Gesundheitswesens.

Die ePA als freiwilliges Angebot für die 73 Millionen gesetzlich Versicherten war am 1. Januar 2021 mit einer Testphase gestartet und soll im neuen Jahr mehr Funktionen bekommen. So sollen Patienten nun auch in verfeinerter Form für jedes einzelne Dokument festlegen können, welcher Arzt es sehen kann. Bei der technischen Vernetzung der Praxen gibt es laut Gesundheitsministerium bekanntlich teils Verzögerungen.

Die Techniker Krankenkasse begrüßte Pläne der Ampel-Koalition, dass für die Nutzung der ePA künftig das Prinzip „Opt out“ gelten soll – also, dass man aktiv widersprechen muss und nicht aktiv einwilligen. „Das jetzige Opt-in-Verfahren legt den Nutzern durch das mehrstufige Zustimmungsverfahren unnötig Steine in den Weg“, sagte Vorstandschef Jens Baas der Deutschen Presse-Agentur.

Entscheidend sei zudem, dass Ärzte die Akte dann auch befüllten – und als Voraussetzung alle Praxen und Krankenhäuser dazu technisch in der Lage seien. (dpa)

Mehr zum Thema

Private Krankenversicherer

Hallesche führt die elektronische Patientenakte ein

Das könnte Sie auch interessieren
Innovationsforum für privatärztliche Medizin

© Tag der privatmedizin

Tag der Privatmedizin 2023

Innovationsforum für privatärztliche Medizin

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Die Hephata-Klinik setzt 3M™ M*Modal Fluency Direct erfolgreich ein

© 3M Healthcare Germany GmbH

Spracherkennung von 3M

Die Hephata-Klinik setzt 3M™ M*Modal Fluency Direct erfolgreich ein

Anzeige | 3M Healthcare Germany GmbH
Verschiedene Gesichter

© Robert Kneschke / stock.adobe.com / generated with AI

Seltene Erkrankungen

GestaltMatcher – Per Gesichtsanalyse zur Orphan Disease-Diagnose

Künstliche Intelligenz gilt auch in der Medizin als Schlüsseltechnologie, mit deren Hilfe zum Beispiel onkologische Erkrankungen stärker personalisiert adressiert werden könnten.

© Kanisorn / stock.adobe.com

EFI-Jahresgutachten 2024 übergeben

KI: Harter Wettbewerb auch in der Medizin

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium

Qualität im stationären Sektor

Lauterbach will Klinik-Atlas überarbeiten

Lesetipps
Globuli in Fläschchen

© ChamilleWhite / Getty Images / iStock

Leitartikel

Homöopathie: Eine bloße Scheindebatte

Eine neue Leitlinie, die Ende diesen Jahres veröffentlicht werden soll, soll Ärzten und Ärztinnen in der hausärztlichen Versorgung helfen, Patienten und Patientinnen zur Vitamin-D-Substitution adäquat zu beraten.

© irissca / stock.adobe.com

32. Jahreskongress der SGAM

Empfehlungen zur Vitamin-D-Substitution: Neue Leitlinie angekündigt