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Defi-Skandal

Telefunken entzieht Lizenz

Die Telefunken Licenses GmbH hat ihrem niederländischen Lizenznehmer den Vertrag gekündigt. Auslöser war das illegale Inverkehrbringen von AED.

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FRANKFURT/EINDHOVEN. Nachdem das baden-württembergische Sozialministerium vor Sicherheitsrisiken bestimmter Defibrillatoren der Marke „Telefunken AED“ ohne gültige Marktzulassung gewarnt und allen Betreibern der Modelle FA1 und HR1 dringend geraten hat, „die Defibrillatoren auszutauschen und nicht mehr für die Anwendung bereitzustellen“, bringt die Telefunken Licenses GmbH Licht ins Dunkel zu der Causa.

Auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“ erklärt das Unternehmen nun, die Rechte an der Marke Telefunken zu halten und diese an Dritte zu lizenzieren, die ihre Produkte sodann unter der Marke Telefunken nach Maßgabe von Markenlizenzverträgen herstellen und vertreiben dürften.

Der mit dem niederländischen Lizenznehmer GGT Holding B.V. bestehende Markenlizenzvertrag über die Herstellung und den Vertrieb von automatisierten externen Defibrillatoren sowie deren Zubehör sei von Telefunken am 25. Juli 2019 außerordentlich und mit sofortiger Wirkung gekündigt worden, „nachdem uns Informationen zur Kenntnis gelangten, dass die Lizenznehmerin derartige Produkte ohne gültige CE-Kennzeichnung in Verkehr gebracht haben soll und die Lizenznehmerin diese Vorwürfe nicht ausräumte.“

Weiter sei die GGT Holding, die auch als Defiteq International agiert, aufgefordert worden, „jegliche Benutzung der Marke Telefunken mit sofortiger Wirkung zu unterlassen.“

Telefunken stehe mit den zuständigen Behörden in Kontakt und unterstütze diese bei ihren Maßnahmen, hieß es. Gesundheitsbehörden mehrerer EU-Mitgliedstaaten hatten Warnungen vor dem weiteren Gebrauch der AED ausgegeben. (maw)

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