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Telemedizin gegen Leberversagen

ST. INGBERT (maw). Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in Sankt Ingbert entwickelt zusammen mit europäischen Partnern ein bio-artifizielles Leberunterstützungssystem samt Telemedizinplattform.

Veröffentlicht:

Das System soll zur Therapiekontrolle bei Patienten mit chronischem Leberversagen zum Einsatz kommen. Dabei soll das "d-LIVER" genannte EU-Projekt laut IBMT eine medizinische Beobachtung und Überwachung der betreffenden Patienten auch außerhalb eines Krankenhauses erlauben.

Das Gesamtsystem bestehe im Wesentlichen aus einem zell-basierten Leberunterstützungssystem, einer häuslichen Monitoring-Plattform sowie einem übergeordneten Informationssystem für die telemedizinische Versorgung von Lebererkrankten.

Ziel des im Oktober vergangenen Jahres gestarteten, vierjährigen Forschungsvorhabens sei es, "eine sichere und kostengünstige Systemplattform für die ambulante, kontinuierliche, kontextsensitive, multi-parametrische Überwachung und Therapie von Patienten mit chronischem Leberversagen bereitzustellen".

Ökonomische Verbesserung

Außerdem soll die Plattform zu einer höheren Qualität der medizinischen Behandlung führen und zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensqualität der Patienten beitragen.

Das System verfolgt auch gesundheitsökonomische Ziele, in dem "d-LIVER" Häufigkeit und Dauer von bislang nötigen Klinikaufenthalten bei Leberpatienten reduzieren und so Kosten für das Gesundheitssystem sinken lassen soll.

Im Gegensatz zu bereits existierenden LeberunterstützungssystemenSystemen überwache "d-LIVER" nicht nur Patientenparameter, so das IBMT, sondern auch den Zustand der Zellen des Leberunterstützungssystems und führe Versorger und Patienten durch die Therapie.

www.d-liver.eu

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