Hygieneskandal

Uniklinikum Mannheim geht in die Offensive

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MANNHEIM. Die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) wehrt sich gegen erneuten medialen Beschuss.

"Spiegel online" hatte am Samstag berichtet, dass Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), der auch Aufsichtsrat der UMM ist, in einem Schreiben erstmals eingeräumt habe, dass es "in der Klinik zu mehr Wundinfektionen gekommen ist als bisher bekannt".

Im vergangenen Jahr hatte es in der Klinik einen Hygieneskandal gegeben (wir berichteten). Dabei ging es unter anderem um angeblich nicht sauber aufbereitetes OP-Besteck.

Durch den Bericht in "Spiegel online" erhielt der Hygieneskandal eine zusätzliche politische Note. Denn das Magazin berichtete just einen Tag vor der OB-Wahl in Mannheim. Kurz wurde dennoch im Amt bestätigt.

UMM-Sprecher Dirk Schuhmann bedauerte im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung", dass sein Haus mit einer "falschen und unglaubwürdigen, anhaltenden Negativberichterstattung zweier überregional tätiger Redakteure" konfrontiert sei, deren Behauptungen sich schnell entkräften ließen.

So wies Schuhmann darauf hin, dass laut "Spiegel" angeblich eine tote Fliege in einem sterilen OP-Sieb den Skandal ausgelöst habe.

"Die Geschäftsführung des Klinikums ist dieser Meldung sofort nachgegangen und hat sie geprüft. Diese Behauptung wurde nie bestätigt und auch von den Behörden nie weiter untersucht."

"Verdreckte Skalpelle" würden immer wieder stellvertretend für die angeblich mangelhafte Hygiene am UMM herausgestellt. "Fakt ist, dass die UMM seit mehr als zehn Jahren Einwegskalpelle benutzt. Weitere Erläuterungen erübrigen sich", so Schuhmann. (maw)

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