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Vernetzung zahlt sich aus

Die Versorgung von Rheuma-Patienten zeigt: Netzwerke zwischen Haus- und Fachärzten wirken. Und werden von den Kassen honoriert.

Anke ThomasVon Anke Thomas Veröffentlicht:

Gerade erst hat der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie gezeigt, dass 17 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis und 41 Prozent der Patienten mit ankylosierender Spondylitis zwei Jahre auf einen Termin beim Spezialisten warten müssen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass es zu wenige niedergelassene Rheumatologen gibt.

Die Versorgung kann aber trotz Ärztemangels verbessert werden, wenn sich Haus- und Fachärzte miteinander vernetzen. Bestes Beispiel dafür ist der Rheuma-Strukturvertrag in Brandenburg, der den Ärzten einen Rahmen für ihre Zusammenarbeit bietet. Denn auch in Brandenburg sind Rheumatologen rar. Zumindest wächst die Zufriedenheit der Patienten, die über den Vertrag der AOK Nordost und der KV Brandenburg behandelt werden, stetig.

Abgefragt wird dabei etwa, ob der Rheumatologe den Rheuma-Pass ausfüllt, welche Untersuchungen er vornimmt, ob die Terminvergabe klappt und ob der Hausarzt informiert wird. Das alles sollte selbstverständlich sein. Mit dem Vertrag funktioniert der Informationsfluss aber offensichtlich besser. Gleichzeitig werden Ärzte für ihre Zusammenarbeit belohnt. Dafür nehmen Kassen auch Geld in die Hand.

Der Vertrag zeigt also: Vernetzung zahlt sich aus.

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