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DGU

Versorgung von uro-onkologischen Hochrisikopatienten in der Pandemie im Visier

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Berlin. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) befürchtet, dass in der gegenwärtigen Corona-Pandemie bei der Versorgung uro-onkologischer Hochrisikopatienten zu viele Abstriche gemacht werden. Analog zu den jüngst installierten Monitoring-Systemen zur bundesweiten Erfassung der Intensivbetten-Kapazitäten hat sie daher ein fachspezifisches Monitoring entwickelt, um die Versorgung urologischer Patienten in Praxen und in Kliniken während der Corona-Pandemie deutschlandweit zu erheben.

Der Pandemie-Monitor der DGU bildet nach eigenen Angaben die urologische Versorgung ab und kann Engpässe und Probleme frühzeitig identifizieren. Basierend darauf könnten regionale und überregionale Lösungsansätze erarbeitet werden. Mit der Erfassung von Veränderungen und möglichen Einschnitten in der aktuellen Versorgungssituation urologischer und vor allem uro-onkologischer Patienten generiere die DGU als erste deutsche medizinische Fachgesellschaft ein sektorenübergreifendes datenbasiertes Erfassungs- und Analysesystem.

Die Pandemie stelle die Gesundheitssysteme weltweit vor eine große Herausforderung. Der Ausbau der Strukturen zur Behandlung von COVID-19-Patienten müsse bestmöglich unterstützt werden, so die DGU. „Gleichzeitig besteht ein medizinischer Versorgungsauftrag des Gesundheitssystems, der sich auf alle Arten von Erkrankungen – nicht nur auf COVID-19 – erstreckt. Das bedeutet in der Urologie, eine angemessene gesundheitliche Versorgung urologischer Notfälle und dringlicher urologischer Behandlungen wie onkologische Operationen von Hochrisikotumoren, Cystoskopien bei Verdacht auf Harnblasenkrebs, die Kryokonservierung von Spermien bei Krebspatienten oder laufende Chemotherapien auch während der Pandemie zu gewährleisten“, so DGU-Generalsekretär Professor Maurice Stephan Michel. (maw)

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