SARS-CoV-2-Testung

Veterinärmedizinische Labore könnten Humanmedizin unterstützen

Veterinärmedizinische Labore könnten helfend einspringen und rund 70.000 zusätzliche Tests pro Woche durchführen.

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Frankfurt/Main. Die Veterinärmediziner signalisieren angesichts der grassierenden Corona-Pandemie die Bereitschaft, ihre Kollegen aus der Humanmedizin „mit allen Kräften zu unterstützen“, wie Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) am Donnerstag mitteilte.

Dass derzeit noch nicht auf die Kapazitäten veterinärmedizinscher Labore zurückgegriffen werde, könnte laut Moder an der fehlenden Abrechnungsgrundlage für beauftragende Humanmediziner liegen.

Um das „Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren und damit Menschenleben zu retten“, sei ein Schulterschluss zwischen Human- und Veterinärmedizin jedoch „mehr als sinnvoll“. An das Bundesgesundheitsministerium appeliert Moder, „eine gangbare Lösung“ zu finden.

70.000 zusätzliche Tests

Veterinärmedizinische Labore könnten den überlasteten Testzentren in Deutschland zur Hand gehen und den Angaben zufolge vermutlich rund 70..000 zusätzliche Tests pro Woche machen.

Allein der Tiergesundheitsdienst Bayern und ein auf Veterinärdiagnostik spezialisiertes Unternehmen aus Niedersachsen hätten demnach zusammen freie Kapazitäten für mindestens 1200 zusätzliche Tests pro Tag. Hinzu kommt eine Reihe weiterer privater tierärztlicher Labore und Lebensmittellabore. (mu)

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