Nordrhein-Westfalen

Virtuelle Expertise in NRW vermeidet unnötige Verlegungen von Patienten

Dank einer telemedizinische Mitbetreuung durch Experten konnte bei vielen COVID-19-Patienten die Verlegung in eine andere Klinik vermieden werden.

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Köln. Der vorgezogene Start des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen hat sich bewährt. Experten der Unikliniken Aachen und Münster haben innerhalb einer Woche bereits rund 200 COVID-19-Patienten telemedizinisch mitbetreut, die in Kliniken der Grund- und Regelversorgung behandelt werden.

Das Virtuelle Krankenhaus ist vor einer Woche eröffnet worden statt wie zunächst geplant im Sommer 2020. Es ermöglicht Ärzten in den nordrhein-westfälischen Kliniken über telemedizinische Anwendungen den Zugriff auf die intensivmedizinische und infektiologische Expertise ihrer Universitäts-Kollegen.

In den Audio-Video-Konsilen ging es bei den COVID-19-Patienten vor allem um die Beatmung bei schwerem Lungenversagen. Nach Angaben des ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin richteten sich viele Fragen auf den Zeitpunkt des Beatmungsbeginns, die Lagerungstherapie der Patienten, die Entwöhnung von künstlicher Beatmung sowie die anti-infektive Therapie einer möglichen Superinfektion. Durch die telemedizinische Mitbetreuung habe bei einem Großteil der Patienten die Verlegung in eine andere Klinik vermieden werden können, heißt es. (iss)

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