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Weniger EU-Bußgeld für AstraZeneca

Veröffentlicht:

LUXEMBURG (dpa). Der Pharmakonzern AstraZeneca muss weniger EU-Bußgeld bezahlen als ursprünglich verhängt. Das Gericht der Europäischen Union hat die von der EU-Kommission im Jahr 2005 festgelegte Strafe wegen unfairer Geschäftspraktiken in Europa am 1. Juli heruntergesetzt. Statt 60 Millionen Euro muss der Pharmariese nur 52,5 Millionen Euro überweisen (Az.: T-321/05). Die Richter bestätigten im Grundsatz aber die Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbshüter. Das britisch-schwedische Unternehmen habe mit unrichtigen Angaben bei den Aufsichtsbehörden einen längeren Patentschutz für das Magengeschwürmittel Losec (Omeprazol) erreicht und so den Markteintritt von Generika auch in Deutschland blockiert. AstraZeneca habe von 1993 bis 2000 die Regeln verletzt. Allerdings reduzierte das Gericht die Höhe der Strafe, weil die EU-Kommission den zweiten Vorwurf nicht nachgewiesen habe. Die Richter sahen es nicht als erwiesen an, dass AstraZeneca versucht hatte, in Dänemark, Norwegen und Schweden Generika und günstigere Parallelimporte zu unterbinden.

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