Kommentar

Zu viel Populismus

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Wenn es ums Geld geht, wecken Publikumsmedien bei ihren Lesern gerne Pawlowsche Reflexe. Es werden die angeblich besser Verdienenden vorgeführt - Ärzte sind beliebte Opfer, weil das gute Image der Ärzte so einen schönen Kontrast gibt zu den Verfehlungen, die sich Vertreter des Berufsstandes angeblich zu Schulden kommen lassen. In solchen Fällen kommt es auf die Fakten nicht unbedingt an, Hauptsache, die Geschichte passt ins Raster.

Diesen Eindruck gewinnt man derzeit in Nordrhein-Westfalen bei den Berichten über angeblichen Abrechnungsbetrug, und er drängt sich auch häufig auf, wenn es um das Arzteinkommen geht.

Geradezu wohltuend ist der Vergleich der Gehälter und Einkünfte, den "Focus" jetzt veröffentlicht hat. Denn das Magazin verzichtet darauf, auf Neidreflexe zu setzen, die Geschichte ist eher deskriptiv. Die empirische Basis für die Zahlen ist allerdings dünn, und Bruttogehälter werden ohne Kommentar neben Gewinne vor Steuern gestellt.

Gerade bei Arztpraxen fehlen nach wie vor breite Untersuchungen, die auf sauberer betriebswirtschaftlicher Analyse beruhen. Sie würden Populisten Wind aus den Segeln nehmen - und wären auch als Benchmark für einzelne Praxen gut geeignet.

Lesen Sie dazu auch: Abrechnungsskandal: Schuld soll die veraltete GOÄ sein Beim Praxisgewinn scheiden sich die Geister

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Lesetipps