Direkt zum Inhaltsbereich

Urteil

Zulassung schützt nicht vor Konkurrenz

Die Zulassung durch den GBA für ein Verfahren schützt den Hersteller nicht vor Konkurrenten.

Veröffentlicht:

KASSEL. Hersteller und Vertreiber von Verfahren für medizinische Behandlungen müssen die Anerkennung konkurrierender Verfahren durch den Gemeinsamen Bundesausschuss hinnehmen.

Eine bestehende Zulassung hat keine drittschützende Wirkung, wie der Vertragsarztsenat des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel in seiner jüngsten Sitzung zu Verfahren für die Behandlung von Psoriasis-Patienten entschied.

Zur Behandlung der Schuppenflechte sind inzwischen verschiedene balneophototherapeutische Verfahren zugelassen, die Solebäder mit UV-Bestrahlung verbinden.

Ursprünglich konnte nur die synchrone Photosoletherapie zu Lasten der GKV verordnet werden. Später ließ der GBA auch die asynchrone Photosoletherapie sowie die Bade-PUVA zu. Dagegen klagten ein Hersteller und ein Vertreiber von Geräten für die synchrone Photosoletherapie.

Doch die Zulassung von "Behandlungsverfahren" hat "weder direkt noch mittelbar drittschützenden Charakter", urteilte das BSG. Schon einen Antrag hierfür könnten nur die Ärzte, Krankenkassen und Patientenvertreter im GBA stellen, nicht aber die Hersteller.

Eine Konkurrentenklage sei dann zwar zulässig; sie bleibe aber ohne Erfolg, weil das erstzugelassene Verfahren "keinen Vorrang gegenüber konkurrierenden Methoden" habe.

Nach dem Kasseler Urteil kann eine solche Klage nur Erfolg haben, wenn der GBA an verschiedene Verfahren sachfremd und wettbewerbsverfälschend unterschiedlich hohe Anforderungen stellen sollte. Dies sei hier nicht geschehen. (mwo)

Az.: B 6 KA 28/13 R

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Stirn

© Pedrojperez | iStock

Risiko Aktinische Keratose:

„Es ist nicht so, wie wir es jahrelang geglaubt haben.“

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Ärztin mit Patient

© FatCamera | iStock

Aktinische Keratose:

Die Therapieadhärenz ist entscheidend für den Behandlungserfolg

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Wange und Nase mit Akne

© Yuliya Shauerman | iStock

Ein Fall für zwei:

Monosubstanz gegen Akne vulgaris und Rosazea

Anzeige | Biofrontera Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Diskriminierung

Rassismus in der Hausarztpraxis: Warum Hinschauen die Versorgung verbessert

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck