Versandapotheke

Zur Rose tiefer in den roten Zahlen

Die Zur Rose AG hat 2019 erneut Verluste geschrieben. Ein Blick auf den Aktienkurs zeigt, dass Anleger sich nicht daran stören.

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Frauenfeld. Verkaufszahlen für 2019 hatte die Zur Rose AG bereits Mitte Januar gemeldet, nun zieht die börsennotierte DocMorris-Mutter mit der Gewinnveröffentlichung nach. Erwartungsgemäß ist der Schweizer Ärztegrossist und Apothekenbetreiber voriges Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Der Betriebsverlust (EBIT) lag mit -45,7 Millionen Franken nochmals deutlich unter Vorjahr (-32,9 Millionen), das Nachsteuerergebnis mit -52,5 Millionen Franken (-39,1 Mio.) ebenfalls.

Der Konzernumsatz nahm wie berichtet um 30 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken zu, von denen zwei fast Drittel im Versandgeschäft mit deutschen Kunden erwirtschaftet wurden. Die Ergebnis-Verschlechterung sei vor allem auf höhere Abschreibungen akquirierter Unternehmenswerte zurückzuführen, heißt es.

„Starkes Momentum“

Wachstumserwartungen hegt Zur Rose weiterhin insbesondere im Zusammenhang mit der Digitalisierung des bundesdeutschen Gesundheitswesens – von der Einführung des E-Rezepts erhofft man sich Marktanteilsgewinne im Rx-Geschäft - sowie von der bevorstehenden Freigabe des Versandhandels mit rezeptfreien Medikamenten in Frankreich. Beides würde „ein starkes Momentum zugunsten des Geschäftsmodells von Zur Rose bewirken“.

Die Coronavirus-Epidemie könnte dem eidgenössischen Arzneimittelversender zusätzlich Rückenwind geben. Man rechne sich deswegen eine „deutlich schnellere Marktakzeptanz für den Medikamentenversand und digitale Gesundheitsdienstleistungen“ aus. In der Schweiz komme Zur Rose als Teil der staatlichen Versorgungsplanung für Heilmittel zudem eine besondere Rolle zu.

Zehn Prozent Umsatzwachstum in Aussicht gestellt

Für 2020 werden zehn Prozent Umsatzwachstum in Aussicht gestellt. Bereinigt um Aufwendungen zur Vorbereitung auf das elektronische Rezept sowie Zukäufe werde auf EBITDA-Ebene ein „ausgeglichenes Ergebnis angestrebt“ (EBITDA 2019: -13,8 Millionen Franken).

Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf das Geschäft sind in dieser Prognose nicht einkalkuliert. (cw)

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