Direkt zum Inhaltsbereich

Kassenfinanzen

vfa: „AMNOG-Umbau wäre nicht nötig gewesen“

Angesichts aktueller Informationen zur Stabilisierung der Finanzlage in der gesetzlichen Krankenversicherung sehen die forschenden Pharma-Unternehmen verfehlten Alarmismus in den Maßnahmen der Gesundheitspolitik.

Veröffentlicht:

Berlin. Nachdem aus dem GKV-Spitzenverband zuletzt vorsichtig optimistische Töne über die aktuelle Finanzlage gekommen sind und für 2022 sogar ein Überschuss von einer knappen halben Milliarde Euro zu verzeichnen gewesen war, hat der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) „weniger Alarmismus und mehr Realismus in der Finanzplanung der Kassen“ gefordert.

„Nach allem, was ich jetzt sehe, wäre der allgemein als verunglückt empfundene Umbau des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) nicht nötig gewesen“, wird vfa-Präsident Han Steutel in einer Mitteilung des Verbands zitiert. Zur Erinnerung: Als Teil des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes hatte der Gesetzgeber auch Änderungen am AMNOG vorgenommen. „Hier wurde für wenige hundert Millionen Euro Einspareffekt ein bislang gut funktionierendes System so kompliziert und widersprüchlich gemacht, dass in Deutschland jetzt Versorgungslücken drohen“, so Steutel.

Er halte es für „nicht akzeptabel, dass unsere Branche zwangsweise Stabilisierungshilfen für die Krankenkassen leisten muss, obwohl sie diese Defizite nicht verursacht hat und die zu Grunde liegende Finanzschätzung nicht zutreffend war“. Im Ergebnis werde „eine deutsche Schlüsselbranche geknebelt“.

In einer Ära der hohen Inflation dürften die Unternehmen keine Preiserhöhungen weitergegeben und müssten Sanierungshilfen auf zweifelhafter empirischer Grundlage leisten. Der Ordnungsrahmen werde für die Branche immer schwerer kalkulierbar. Die Grenzen des Zumutbaren seien erreicht, resümiert der vfa-Präsident laut Mitteilung. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Eine Wissenschaftlerin hält eine rote, transparente Pille in der Hand. Im Vordergrund schwebt eine futuristische wissenschaftliche Benutzeroberfläche mit chemischen Formeln und Forschungsdaten.

© Scanrail / stock.adobe.com

Arzneimittelpolitik

AMNOG 2.0 statt nur Version 1.1: Warum Nutzenbewertung und Versorgungspraxis wieder näher zusammenrücken müssen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: AstraZeneca GmbH
Holzklötze mit Symbolen für verschiedene Versicherungsarten, dahinter eine Person im weißen Hemd.

© REDPIXEL / stock.adobe.com

Cancer is Changing

Medizinischer Fortschritt: „Zwei von drei Krebspatientinnen leben heute länger als fünf Jahre nach der Diagnose“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BeOne Medicines Germany GmbH
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kongress in Chicago

Herzkongress AHA 2026: Diese Studien könnten die Praxis verändern

Vergleich der Kreise

Wo MRSA-Infektionen besonders häufig sind

Klassifikation von Herztönen nach Auskultation

Zusammenarbeit Mensch und KI: Das Vertrauen kann täuschen

Lesetipps
Richterhammer und Klemmbrett

© Andrii / Stock.adobe.com

Interview

EU AI Act: Was die neuen Transparenzpflichten für Praxen bedeuten

Eine Frau leidet unter Schwindel, hält sich mit der einen Hand an der Tür fest und ihre andere Hand liegt auf der Stirn.

© Tunatura/stock.adobe.com

Neurologin gibt Tipps

So gehen Sie bei Schwindel richtig vor