Medica Aktuell, 18.11.2011

Urintest weist Antigen bei Blasenkrebs nach

Urintest weist Antigen bei Blasenkrebs nach

DÜSSELDORF (skh). Mit einem immunologischen Schnelltest lassen sich der Blasenkrebsmarker Faktor H Protein im Urin und Hämoglobin im Urin bestimmen.

Nach Angaben des Unternehmens Preventis erreicht die kombinierte Messung von Faktor H Protein und Hämoglobin im Urin eine Sensitivität von 57 Prozent bei niedriggradigen und von 97 Prozent bei höhergradigen Blasentumoren. Das konnte in einer Evaluationsstudie mit 225 Patienten belegt werden.

Der spezifische Marker Faktor H Protein wird von Blasenkrebszellen produziert und sowohl bei primären als auch bei rezidivierenden Harnblasentumoren vermehrt ausgeschüttet. Mit dem PreventID®-Bladder-Test lässt sich Faktor H Protein durch eine Kombination von mono- und polyklonalen Antikörpern im Urin nachweisen.

Gleichzeitig wird Hämoglobin im Urin ab einer Konzentration von 250 ng/mL bestimmt. Das Testergebnis liegt bereits nach zehn Minuten vor.

Der Test kann als IGeL über die GOÄ-Ziffern 3517 und 3911 H3 abgerechnet werden.

Harnblasenkrebs tritt bei Patienten über 60 Jahren und insbesondere Männern gehäuft auf. Die Prognose ist bei kleinen und lokal begrenzten Tumoren und rechtzeitiger Diagnose gut. Bei Patienten mit Metastasen ist eine kurative Therapie meist nicht mehr möglich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Das erhöht die Organspendebereitschaft

Beauftragte an Kliniken für Transplantationen sollen von allen anderen Aufgaben entbunden werden – das verlangt die Deutsche Stiftung Organtransplantation. Neue Zahlen aus Bayern geben ihr Argumentationshilfe. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »