Ärzte Zeitung, 02.11.2010

Kommentar

Erfolg für den Nichtraucherschutz

Von Thomas Müller

Inzwischen haben sich die Nichtraucherschutz-Vorschriften in den einzelnen Bundesländern weitgehend angenähert: In Kneipen und Restaurants darf mit wenigen Ausnahmen praktisch nicht mehr geraucht werden - und dies hat allen Unkenrufen zum Trotz nicht dazu geführt, dass der Umsatz in der Gastronomie massiv eingebrochen ist. Ganz im Gegenteil, in vielen Industrieländern gibt es Untersuchungen, nach denen die saubere Luft das Geschäft sogar eher ankurbelt. Gerade ökonomische Bedenken wurden und werden aber immer wieder gegen einen besseren Nichtraucherschutz ins Feld geführt - sie haben eine vernünftige Diskussion um den gesundheitlichen Nutzen von Schutzvorschriften lange Zeit überstrahlt.

Doch dieser Nutzen wird nun immer deutlicher: etwa eine drastisch reduzierte Herzinfarktrate und weniger Asthma-Anfälle bei Kindern, weil eben nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch zuhause weniger geraucht wird. Wo keiner mehr steht, der sich eine Kippe anzündet, wird auch niemand mehr zum Rauchen animiert. Der lange Weg zu einem guten Nichtraucherschutz hat sich gelohnt - auch für die Raucher.

Lesen Sie dazu auch:
Öffentliche Rauchverboten schützen Kinder offenbar vor schweren Asthma-Anfällen

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