Ärzte Zeitung online, 19.12.2018

Einigung

Fertigprodukte sollen weniger Fett und Zucker enthalten

Bis 2025 soll es weniger Salz, Fett und Zucker in Convenience-Produkten geben. Laut Medienberichten hat sich Ernährungsministerin Klöckner mit der Industrie auf Zielwerte geeinigt.

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Gesundheitsgefahr zu viel Zucker: Fertigprodukte sollen weniger Zucker enthalten, so eine angebliche Einigung der Industrie mit dem Bundesernährungsministerium.

© IRINA / stock.adobe.com

BERLIN. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat nach „Bild“-Informationen mit der Industrie konkrete Zahlen für die Reduzierung von Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten bis 2025 vereinbart. Demnach verpflichtet sich zum Beispiel der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft, die Zuckermenge in Kinder-Frühstückscerealien um mindestens 20 Prozent zu verringern.

Die Ernährungswirtschaft habe sich demnach auch erstmalig verpflichtet, Zucker, Salz und Fette in Fertignahrungsmitteln zu reduzieren, und wolle sich in ihren Schritten überprüfen lassen, sagte Klöckner der „Bild“-Zeitung. „Das hat es zuvor noch nicht gegeben.“

Überprüfung im Herbst

Demnach handelt es sich bei der Vereinbarung mit Teilbranchen der Ernährungsindustrie um eine von beiden Seiten unterschriebene Selbstverpflichtung. Im kommenden Herbst solle es die erste Erfolgsüberprüfung geben. „Wenn die Wirtschaft nicht mitmacht, werden wir weitere Maßnahmen prüfen“, erläuterte Klöckner.

Klöckner hatte bereits im November eine Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten. (dpa)

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