Ärzte Zeitung, 26.08.2004

Zwei von drei Schulranzen zu schwer

Ranzen-TÜV der LÄK Rheinland-Pfalz / Idealwert zehn Prozent des Körpergewichts

MAINZ (dpa). Vor dem Schulbeginn warnt die rheinland-pfälzische Landesärztekammer vor zu schweren Schulranzen. Zwei von drei Ranzen wiegen zu viel - das haben Ärzte bei mehreren "Schulranzen-TÜV" in Grundschulen im Großraum Mainz festgestellt, teilte die LÄK mit.

So ist‘s richtig für Erstkläßler: feste Ranzen mit stabilem Rücken und Boden sowie gepolsterten Träger. Foto: dpa

Durchschnittlich fünf bis sechs Kilogramm schleppt ein Kind jeden Tag auf dem Schulweg. Dadurch bestehe ein hohes Risiko für spätere Haltungsschäden, Muskelverspannungen und krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule. Laut Idealwert sollte ein Grundschüler nur zehn bis 15 Prozent seines eigenen Körpergewichts auf dem Rücken tragen.

Deshalb gehöre nur notwendiges Schulmaterial in die Tasche. Im Klassenzimmer sollte es zudem Ablagen geben, wo die Kinder Bücher und Hefte deponieren können. Für Grundschüler empfehlen die Ärzte einen festen Ranzen mit stabilem Rücken und Boden sowie gepolsterten und verstellbaren Trageriemen. Rucksäcke dagegen eignen sich erst für Siebt- und Achtkläßler. Eine neuartige Konstruktion ist der Ranzen auf Rollen, den die Kinder hinter sich herziehen können, ähnlich einem Reisekoffer.

Topics
Schlagworte
Pädiatrie (8569)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »