Ärzte Zeitung, 15.07.2005

Studie bringt keinen Nachweis für Fernheilung

LONDON (dpa). Der Glaube kann einer neuen Studie zufolge keine Heilung aus der Ferne bewirken.

Zumindest stellten US-Forscher bei Herzpatienten trotz intensiver Gebete für sie keine Verbesserung ihres Zustands fest, wie das britische Medizinjournal "The Lancet" (366, 2005, 211) berichtet.

Die Wissenschaftler unter Leitung von Professor Mitchell Krucoff von der Duke University in Durham (US-Bundesstaat North Carolina) ordneten 371 Patienten Gebetsgruppen zu, 377 Patienten erhielten keinen derartigen Beistand.

Die Gruppen - Christen, Muslime, Juden und Buddhisten - versammelten sich außerhalb des Krankenhauses. Doch ihre Bemühungen zeigten, so die Autoren, keine meßbaren klinischen Ergebnisse. Frühere Studien hatten dagegen einen Einfluß von Gebeten auf die Gesundung von Patienten nachgewiesen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Neue Hoffnung auf wirksame Alzheimer-Therapie

Lässt sich der Krankheitsverlauf bei Alzheimer mittels Antikörper doch bremsen? Erstmals deutet sich ein solcher Erfolg in einer größeren Studie an. Das weckt Hoffnungen. mehr »

Was die Datenschutz-Folgenabschätzung ist

Praxen, Kliniken und MVZ, die in großem Stil Patientendaten verarbeiten, müssen laut DSGVO eine Datenschutz-Folgenabschätzung absolvieren. Medizinrechtler erläutern, wie das geht und was das überhaupt ist. mehr »

Tele-Hausarzt horcht aus der Ferne ab

Dr. Rafael Walocha betreut als Tele-Hausarzt Bewohner eines Pflegeheims per Video. Dabei kann er die Patienten sogar elektronisch auskultieren. Arzt und Patienten sind begeistert. mehr »