Ärzte Zeitung, 26.01.2010

Ein Mobiltelefon hilft Jugendlichen mit Gewichtsproblemen beim Abnehmen

Kinder und Jugendliche sind Technik-Fans. Diese Tatsache wird in einem Therapiekonzept zur Reduktion von Übergewicht genutzt.

zur Großdarstellung klicken

Das Handy registriert körperliche Aktivitäten. © [M] segmenta

HAMBURG (sec). Handys können beim Abspecken helfen. Ein entsprechendes Therapiekonzept, bei dem im Mobiltelefon integrierte Bewegungssensoren körperliche Aktivitäten erfassen und dokumentieren, hat jetzt den CITY BKK Gesundheitswettbewerb 2009 "Gewicht & Gesundheit" gewonnen.

Durch die Bewegungssensoren ließen sich Aktivitäten wie Gehen, Joggen, Fahrrad- und Autofahren, Hüpfen und Treppensteigen differenzieren und im Display des Mobiltelefons darstellen, teilt die CITY BKK mit. Die technische Innovation, bei der die Daten mittels eines zentralen Servers synchronisiert und mit standardisierten Algorithmen ausgewertet werden, unterstütze Therapeuten bei der Arbeit.

Gerade Kindern und Jugendlichen könne so die Diskrepanz zwischen ihren subjektiven und objektiven Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten veranschaulicht werden. Entsprechend ausgestattete Mobiltelefone sind daher in ein Therapiekonzept der MEDIGREIF Inselklinik Heringsdorf, Haus Gothensee, integriert. Durch das nachhaltige Training der realitätsnahen Selbstwahrnehmung der körperlichen Aktivität und des Essens sei eine bessere Gewichtsabnahme sowie die langfristige Gewichtsstabilisierung möglich.

Den Preis in Höhe von 10 000 Euro haben Privatdozent Dr. Ralf Schiel und Diplom-Psychologe Alexander Kaps von der MEDIGREIF Inselklinik Heringsdorf, Haus Gothensee, in Hamburg entgegen genommen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »

Tuberkulose - tödlichste Infektionskrankheit

1,6 Millionen Menschen starben im vergangenen Jahr an Tuberkulose, berichtet die WHO. Damit bleibt TB die tödlichste Infektionskrankheit der Welt. mehr »