Ärzte Zeitung online, 19.09.2018

Kommentar zur KiGGS-Studie

Vieles richtig gemacht

Von Hauke Gerlof

hauke.gerlof

Schreiben Sie dem Autor hauke.gerlof@springer.com

Es sind nicht immer die schlechten Nachrichten, die Schlagzeilen machen. Ein Beispiel sind die gerade vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Analysen zur zweiten KiGGS-Welle: Zum einen zeigt sich, wie wichtig groß angelegte epidemiologische Studien wie KiGGS sind. Gerade im Vergleich mit der ersten Welle lässt sich ableiten, wo gesundheitspolitisch hoher Handlungsbedarf herrscht.

Zum anderen deutet die zweite KiGGS-Welle an, dass in den vergangenen Jahren bei der Kindergesundheit einiges in die richtige Richtung gelaufen sein muss.

Die Zunahme bei Zivilisationskrankheiten scheint zumindest gestoppt, auch wenn gerade bei allergischen Erkrankungen das Niveau der Anzahl betroffener Kinder hoch bleibt, wie die aktuelle Analyse zeigt. Hier ist weiterhin die Forschung gefragt, die Desensibilisierung im Kindes- und Jugendalter weiter voranzutreiben.

Bei psychischen Auffälligkeiten hat es sogar einen deutlichen Rückgang der Prävalenz gegeben – auch bei ADHS. Die Maßnahmen der Gesundheitsförderung, die unter anderem aufgrund der ersten KiGGS-Erhebung ergriffen worden sind, scheinen also zumindest teilweise zu greifen. Kein Grund, sich zurückzulehnen. Aber immerhin Ergebnisse, auf die sich aufbauen lässt.

Lesen Sie dazu auch:
Studie KiGGS: Allergien machen Kindern zu schaffen

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[21.09.2018, 10:41:02]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Vieles richtig gemacht", d'accord...
aber musste man dann ein unverständliches und nirgendwo erklärtes Akronym KiGGS wählen?

"Mit der KiGGS-Basiserhebung – damals noch „Kinder- und Jugendgesundheitssurvey“ genannt – hat das Robert Koch-Institut [RKI] von Mai 2003 bis Mai 2006 umfassende Daten zur Gesundheit der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen bis 17 Jahre gesammelt", schreibt das RKI selbst: https://www.kiggs-studie.de/deutsch/studie/kiggs-basiserhebung.html
Aber auch in der englischen Fassung bleibt KiGGS unerklärt.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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