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FEV1 ist bester Verlaufsparameter bei COPD

Die Einsekundenkapazität (FEV1) ist nach wie vor der zuverlässigste Parameter, um den Erfolg einer COPD-Therapie zu beurteilen. Das gilt offenbar auch, was die Endpunkte in Studien betrifft.

Von Simone Reisdorf Veröffentlicht:
Die Spirometrie ist nicht nur wichtig für die Diagnose einer COPD, sondern auch für die Beurteilung des Therapieerfolgs.

Die Spirometrie ist nicht nur wichtig für die Diagnose einer COPD, sondern auch für die Beurteilung des Therapieerfolgs.

© Foto: Klaro

Am ehesten als Studienendpunkt geeignet sei immer noch die bewährte Einsekundenkapazität, sagte Professor Claus Vogelmeier aus Marburg beim Pneumologen-Kongress in Mannheim. Die Einsekundenluft werde neuerdings auch in Scores einbezogen, etwa in den BODE-Index. "Darin fließen Body Mass Index, Obstruktion laut FEV1, Dyspnoe sowie die Belastbarkeit nach dem Sechs-Minuten-Gehtest ein", erklärte der Experte. Gelegentlich werde der Sechs-Minuten-Gehtest - wie in der Kurzform des kombinierten Endpunkts BOD - auch weggelassen.

Alle bisher verwendeten Endpunkte hätten ihre Vorteile, aber auch ihre Grenzen, gab der Pneumologe bei einem von GlaxoSmithKline unterstützten Symposium zu bedenken. So sei die Analyse der Lebensqualität, die meistens nach dem St. George's Respiratory Questionnaire (SGRQ) erfolgt, nicht für einzelne Patienten, sondern nur für Gruppen geeignet. Sie korreliere darüber hinaus nur bei Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien mit der Lungenfunktion.

Zur Beurteilung der körperlichen Belastbarkeit gibt es nach Angaben des Experten mehrere Testverfahren. Die am besten untersuchte Methode sei der Sechs-Minuten-Gehtest. Dieser sei jedoch recht aufwändig. Vogelmeier: "Wer hat schon in seiner Praxis einen 40 Meter langen Flur?"

Und für die Dyspnoe gebe es bisher kein validiertes Messinstrument. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erkenne diesen Endpunkt überhaupt nicht an. Von Exazerbationen seien viele Patienten erfreulicherweise nur selten betroffen. Auch Parameter wie die Diffusionskapazität und die Emphysemquantifizierung per Computertomografie seien zur Beurteilung des Therapieerfolgs nicht geeignet, weil Langzeitdaten fehlten. Zudem seien hierzu aufwändige fachärztliche Untersuchungen notwendig.

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