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Früherkennung von Infekten

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Chlamydia pneumoniae kann Bronchitis, Pharyngitis, Laryngitis, Sinusitis, Otitis media und atypische Pneumonie verursachen. Respiratorische Infekte mit dem Keim verlaufen aber oft subklinisch. Wird nicht behandelt, können die Infekte chronifizieren. Chronische Gefäßinfektionen mit Chlamydien gelten als Risikofaktor für Atherosklerose, chronische Synovia-Infektionen begünstigen Arthritiden.

Auch ein Einfluss der Erreger auf entzündliche Krankheiten im Zentralnervensystem wie Multiple Sklerose oder M. Alzheimer wird vermutet. Eine Chlamydien-Infektion im frühen Stadium heilt nach einer Therapie mit Doxycyclin, Makroliden oder Chinolonen komplikationslos aus. Zur Differenzialdiagnostik werden Chlamydia pneumonia-IgG-, IgA- und IgM-Antikörper im Serum bestimmt (93 bis 96 Prozent Spezifität, 96 bis 99 Prozent Sensitivität).

Auch der Direkt- oder Antigennachweis mit einem Immunfluoreszenztest (IFT) aus dem Nasopharyngealabstrich, dem Sputum oder der Bronchiallavage (Spezifität: 95 bis 98 Prozent, Sensitivität: 60 bis 65 Prozent) wird angewendet. Der Erregernachweis aus der Zellkultur ist langwierig und Speziallaboren vorbehalten.

EBM-Abrechnung: Die Abrechnung für die Serologie erfolgt nach Ziffer 32 589 (je Antikörper 11,20 Euro). Für die Bestimmung des Bakterienantigens gilt die Ziffer 32 707 (9,20 Euro). Die Anzucht in der Zellkultur wird mit der Ziffer 32 793 (31,70 Euro) abgerechnet.

GOÄ-Abrechnung: Die Abrechnung für die Serologie erfolgt nach Ziffer 4272 (je Antikörper 29,73 Euro bis 34,19 Euro). Für die Bestimmung des Bakterienantigens gilt die Ziffer 4518 (14,57 Euro bis 16,76 Euro). Die Anzucht in der Zellkultur wird mit der Ziffer 4541 (20,40 Euro bis 23,46 Euro) abgerechnet.

Weitere Informationen gibt es unter www.medac.de

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