Ärzte Zeitung, 24.02.2012

Eiweiß, Kalzium und Fettsäuren gegen COPD

FRANKFURT/MAIN (eb). Ein Fünftel der Patienten mit chronisch- obstruktiver Lungenerkrankung ist mangelernährt, bei schwerer COPD sind es fast die Hälfte.

Als Ursachen nennt Professor Joachim Bargon aus Frankfurt am Main: ein erhöhter Energieverbrauch durch die Krankheit, eine zu geringe Nahrungsaufnahme durch Appetitmangel und die erschwerte Atemtätigkeit (Ernährungsumschau 2012; 2: 96).

Dabei gelten nicht nur kachektische Patienten als mangelernährt, sondern wegen eines Defizits an Mikronährstoffen oder verminderter fettfreier Masse auch normalgewichtige und adipöse.

Die Ernährungstherapie habe deshalb einen hohen Stellenwert. Da die Muskelmasse bei COPD oft reduziert ist, sollte die Eiweißzufuhr leicht erhöht sein: zum Muskelaufbau 2,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht, zum Erhalt 1,9 g.

Wegen des hohen Osteoporoserisikos ist ausreichend Kalzium wichtig, n3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie können sie für eine Impfung gewonnen werden? mehr »

Mama leckt den Schnuller ab – kein Tabu

Botschaft einer neuen US-Studie: Das Ablutschen kann Vorteile fürs Immunsystem der Kinder haben. mehr »

Cannabis-Prohibition kostet Staat Milliarden

Über Pro und Contra der Cannabisfreigabe lässt sich lange streiten. Bei ökonomisch nüchternem Kalkül wäre die Sache jedenfalls von Vorteil. mehr »