Auszeichnung für die Erforschung der Makuladegeneration

NEU-ISENBURG (eb). Der Makula-Forschungspreis 2011 der PRO RETINA ist der Biologin Dr. Ulrike Friedrich aus Regensburg zuerkannt worden.

Veröffentlicht:

Sie wird damit für im Journal "Human Molecular Genetics" publizierten Arbeiten zur Erforschung der Krankheitsmechanismen zweier Formen der Makuladegeneration ausgezeichnet.

Zum einen geht es um neue Einblicke in die molekularen Mechanismen der X-chromosomal gebundenen juvenilen Retinoschisis (XLRS), eine häufige, im Erbgut verankerte Form derMakuladegeneration bei jungen Männern.

Die XLRS entsteht durch erbliche Veränderungen im RS1-Gen. Die Funktion dieses Gens ist jedoch bislang noch nicht sehr gut entschlüsselt.

Gleichgewicht in der Netzhaut gestört

Dr. Friedrich konnte nun eine mögliche Funktion des RS1-Gens aufzeigen: Anhand von Mausmodellen und Zellkulturen wurde der enge Zusammenhang zwischen einem speziellen Proteinkomplex (dem sogenannten "NAK-ATPase Komplex") und dem RS1-Protein in der Netzhaut deutlich.

"Unsere Daten geben somit erste Hinweise, in welcher Weise das Gleichgewicht einer intakten Netzhaut aufgrund eines schadhaften RS1-Proteins gestört sein könnte", fasst Dr. Friedrich die Ergebnisse zusammen.

"Dieser Ansatz könnte von wichtiger Bedeutung sein für die weiteren Entwicklungen therapeutischer Interventionen bei der XLRS."

Erbutveränderungen analysiert

Zum anderen geht es um Ursachen der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD). Hier wurden Erbgutveränderungen auf Chromosom 10q26 analysiert.

Der Förderpreise ist mit 2000 Euro und der Übernahme eines Kongressaufenthaltes im Wert von 1500 Euro dotiert, wie die Selbsthilfevereinigung mitteilt.

Spezielle Erbgutveränderungen in diesem Chromosomenabschnitt werden mit einem erhöhten AMD-Risiko in Verbindung gebracht und könnten zwei Gene betreffen, die als ARMS2 und HTRA1 bezeichnet werden.

Zusammen mit ihren Kollegen konnte Dr. Friedrich jedoch zeigen, dass im Gegensatz zu bisherigen Annahmen das mit 10q26 assoziierte AMD-Risiko nicht allein durch eine veränderte Expression von ARMS2 oder HTRA1 erklärt werden kann, sondern dass ein anderer bislang unbekannter Mechanismus verantwortlich sein muss.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Retrospektive Kohortenstudie

Typ-2-Diabetes: Wohl geringeres Glaukomrisiko unter Tirzepatid

Zulassungserweiterung für VEGF-Inhibitor bei Makulaödem infolge eines RVV

Aflibercept 8 mg bei nAMD, DMÖ und jetzt auch RVV

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Bundesfinanzministerium erklärt Voraussetzungen

Aktivrente 2026: Was Ärztinnen und Ärzte wissen müssen

Lesetipps
Die Pressekonferenz zum DKK 2026 mit zahlreichen Menschen auf dem Podium.

© Peter-Paul-Weiler

DKK 2026

Immuntherapie bei Krebs: Komplexe Kombinationen gefragt

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Blick in den Darm mit einem Krebsgeschwür.

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Gastrointestinale Tumoren

Magen-Darm-Krebs: Wirklich immer früher?

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Logo des 37. Deutschen Krebskongresses 2026

© Deutscher Krebskongress

Themenseite

Alles zum Deutschen Krebskongress