Ärzte Zeitung online, 17.05.2019

Augenärzte raten

3 Tipps gegen rote Augen bei Heuschnupfen

Was bei geröteten und gereizten Augen während der Heuschnupfenzeit hilft, haben Augenärzte kurz zu drei Patiententipps zusammengefasst.

run03_8383695-A.jpg

Rote Augen ade: Wer rechtzeitig vorbeugt, kann sich bei Pollenflug gegen die schlimmsten Folgen wappnen.

© Elina Manninen / iStock

MÜNCHEN. Gereizte, juckende und tränende Augen – für viele Patienten mit einer Pollenallergie leidvolle Begleiter. Um die Beschwerden während der Frühjahrs- und Sommermonate so gering wie möglich zu halten, ist in der Regel eine Basistherapie mit speziellen Augentropfen und Tränenersatzmitteln hilfreich.

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) empfiehlt dennoch, dass neue oder anhaltende Augenprobleme grundsätzlich augenärztlich untersucht werden sollten, um eventuelle Infektionen mit Bakterien oder Viren auszuschließen.

Die drei wichtigsten Tipps der DOG:

  • Basistherapie rechtzeitig beginnen. Sinnvoll sei eine Basistherapie mit Tränenersatzmitteln, die die Pollen rasch aus den Augen spülen könnten, und Mastzellstabilisatoren. Der Augenarzt kann den Betroffenen geeignete Medikamente empfehlen. Wichtig sei es, rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen. So müssten Mastzellstabilisatoren vier Wochen lang mehrmals täglich angewendet werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten, erinnert die DOG.
  • Hilfe im akuten Anfall parat haben. Hier eigneten sich Antihistaminika als Augentropfen, um eine Linderung zu erreichen. Gefäßverengende und abschwellende Augentropfen sollten hingegen vermieden werden, da diese die Beschwerden nur kurzzeitig linderten. Sobald das Medikament abgesetzt werd, kehrten die Symptome verstärkt zurück.
  • Beipackzettel lesen. Manche Medikamente können bekanntlich die Tränenproduktion ausbremsen, so dass entsprechende Beschwerden und Reizungen am Auge auftreten, so die DOG. Dies sei etwa bei den weitverbreiteten Antihistaminika der Fall. In deren Beipackzettel werde dann darauf entsprechend hingewiesen. Auch gegen diese Trockenheit würden dann Tränenersatzmittel helfen. Auf Kontaktlinsen sollten Allergiker während der Pollenzeit nach Möglichkeit verzichten. (run)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Breite Front gegen impfende Apotheker

Auch Apotheker sollen künftig Grippe-Impfungen durchführen, so plant es die Koalition. Die Ärzte sind entsetzt – und laufen dagegen Sturm. mehr »

Arztmimik entscheidet über Therapieerfolg

Ist der Arzt überzeugt von einer Behandlung oder zweifelt er selbst am Erfolg? An der Mimik des Mediziners lesen Patienten das ab – und das beeinflusst die Therapiewirkung immens, so eine Studie. mehr »

Uniklinik vertagt HeiScreen-Bericht

Mit dem Hinweis auf die Unschuldsvermutung untersagt das Verwaltungsgericht dem Heidelberger Uniklinikum, Aussagen über die Rolle des Forschungsleiters in der Causa Bluttest zu machen. mehr »