Ärzte Zeitung, 21.09.2004

Welt-Alzheimer-TagDemenz-Tests sind schnell und für Patienten angenehm

In nur wenigen Minuten wird der Verdacht auf Demenz erhärtet oder entkräftet

NEU-ISENBURG (mal). Eigentlich gibt es längst keinen Grund mehr, zur Klärung des Verdachts auf eine Demenz-Erkrankung auf psychometrische Kurztests zu verzichten, also auf Tests, die meist nur kurz "Demenz-Tests" genannt werden.

Demenz-Tests

TFDD: Demenz oder Depressionen?

SKT: Ein Test mit Spiel-Charakter

DemTect: Zehn Minuten fürs Demenz-Screening

RDST: Zwei Aufgaben helfen weiter

Uhren-Test: Probleme beim Zeichnen der Uhr

MMST: Frühdiagnostik klappt hier nicht

In den vergangenen Jahren sind nämlich mehrere solcher Tests entwickelt worden, die von den getesteten Personen nicht mehr als unangenehm und diskriminierend empfunden werden, da sie eine große Streubreite im Bereich zwischen "gesund" und "mögliche Demenz-Erkrankung" haben.

Außerdem sind sie wenig zeitaufwendig, und sie können auch von gut eingearbeiteten Praxishelfern vorgenommen werden. Psychometrische Kurztests zur Demenz-Diagnostik lassen sich auch abrechnen, und zwar mit der Nummer 890 EBM (Nr. 857 GOÄ).

Eine Auswahl von Demenz-Tests stellt die "Ärzte Zeitung" heute aus Anlaß des Welt-Alzheimer-Tages 2004 vor.

Manche Aufgaben, etwa die "Supermarkt-Aufgabe", in der innerhalb kurzer Zeit möglichst viele im Supermarkt erhältliche Waren genannt werden müssen, sind dabei Bestandteile mehrerer Tests. Von ihnen ist bekannt, daß sich hier bei Demenz-kranken Patienten schon früh Auffälligkeiten ergeben.

Übrigens: Zu den Tests gibt’s immer ausführliche Anleitungen zum Testen dazu, zum Auswerten des Tests und auch zur Interpretation der Testergebnisse.

Lesen Sie dazu auch:
Beim ersten Gespräch ist das Wort "Alzheimer" ein Tabu

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Welche Gesundheitspolitiker bleiben im Bundestag?

So sehr sich der Bundestag verändert - viele aus der Gesundheitspolitik vertraute Gesichter werden vermutlich wieder im Gesundheitsausschuss arbeiten. Eine Auswahl. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »