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Diabetiker profitieren von Potenzmittel besonders

LEIPZIG (mar). Vaskuläre Erkrankungen und Diabetes mellitus sind die häufigsten Ursachen für eine erektile Dysfunktion (ED). Andererseits ist die ED aber auch ein unabhängiger Prädiktor für kardiovaskuläre Erkrankungen und stumme Myokardischämien.

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Daher sollten Männer, die wegen einer ED in die Praxis kommen und bei denen bislang keine vaskulären Erkrankungen bekannt sind, gründlich auf vaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie, Hyperlipidämie und Diabetes mellitus untersucht werden. Außerdem sollte ein Belastungs-EKG gemacht werden. Das sind die Empfehlungen von Professor Dan Ziegler für ein Screening bei Patienten mit ED, die er beim Deutschen Diabetes-Kongreß in Leipzig gegeben hat.

Eine ED findet sich bei 60 Prozent der Männer mit Diabetes. Sie ist damit dreimal so häufig wie bei Nicht-Diabetikern und tritt zudem im Schnitt 20 Jahre früher auf. Die Ausprägung einer ED läßt sich häufig schon durch eine Reduktion der kardiovaskulären Risikofaktoren vermindern.

Wichtig sind vermehrte Bewegung und eine Ernährung mit einem höheren Anteil von Gemüse, Obst und Nüssen (mediterrane Ernährung) - und bei Übergewichtigen auch eine Gewichtsreduktion. Meist reicht diese Änderung des Lebensstils allerdings nicht aus, wie der Diabetologe vom Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf bei einem Symposium von Bayer Vital erläutert hat.

Mittel der Wahl bei der medikamentösen ED-Therapie sind die PDE-5Hemmer. Mit diesen Substanzen lasse sich bei 65 bis 70 Prozent der Patienten eine Besserung der ED erzielen.

In einer eigenen, Placebo-kontrollierten zwölfwöchigen Studie bei 300 Typ-1-Diabetikern mit ED ist mit Vardenafil, vom Unternehmen als Levitra® angeboten, bei der Hälfte der Männer wieder ein erfolgreicher Geschlechtsakt möglich geworden (mit Placebo bei 28 Prozent). Besonders die Diabetiker mit guten HbA1c-Werten, also unter 7 Prozent, haben von der Therapie profitiert, so Ziegler.

PDE-5-Hemmer seien auch kardiovaskulär sichere Substanzen, sofern die Kontraindikationen berücksichtigt werden, betonte der Diabetologe. Er erinnerte daran, daß sie bei Patienten unter Therapie mit Nitraten und NO-Donatoren, bei schweren kardiovaskulären Erkrankungen, Schlaganfall, Myokardinfarkt in den letzten sechs Monaten und bei Hypotonie nicht eingesetzt werden dürfen.

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