Konsequente Hautpflege bei Neurodermitis hält Allergene fern

HAMBURG (nke). Am konsequenten Eincremen kommt kein Patient mit Neurodermitis vorbei. Diese Basistherapie wirkt dem gesteigerten Wasserverlust entgegen und repariert die gestörte Hautbarriere. Das erschwert es Infektionserregern und Allergenen, in die Haut einzudringen.

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Die Produkte müssen auf die Haut und den Hautzustand des Neurodermitikers abgestimmt sein, wie Professor Regina Fölster-Holst bei einer Veranstaltung von Beiersdorf in Hamburg sagte. Wichtig seien Pflegeprodukte, die die Patienten, besonders Kinder, als angenehm empfinden und gern regelmäßig anwenden. Das Eincremen zum Beispiel mit Eucerin® 12 % Omega glätte die Haut, vermindere Schuppung und Rötung, lindere den Juckreiz und beuge einem Neurodermitis-Schub vor.

Mit Antihistaminikum lässt sich der Teufelskreis aus Jucken und Kratzen durchbrechen.

Bei einer akuten Verschlechterung gehörten kortisonhaltige Cremes zum Standard. Für empfindliche Bereiche etwa im Gesicht seien topische Immunmodulatoren wie Tacrolimus oder Pimecrolimus eine Option. Außerdem sollten Kollegen den Juckreiz der Patienten ernst nehmen und behandeln.

Denn Kratzen verstärkt das Jucken und verwundet die Haut noch mehr, Bakterien und Reizstoffe dringen leicht ein. Die Haut entzündet sich, es kommt zu Infektionen und juckt immer mehr. Um diesen Teufelskreis zu unterbrechen, sei es zum Beispiel hilfreich, zur Nacht ein sedierendes Antihistaminikum zu verordnen, so die Hautärztin und Allergologin von der Uni-Hautklinik Kiel.

Ebenfalls eine Option für Neurodermitiker sei die spezifische Immuntherapie (SIT) bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben oder Gräserpollen. Aus Angst vor einer Verschlechterung des Hautzustands erhielten Neurodermitiker bislang keine SIT. Mittlerweile lägen aber Studiendaten vor, wonach auch Neurodermitiker hyposensibilisiert werden können, so Fölster-Holst. Die SIT wurde in einer Studie an der Medizinischen Hochschule Hannover bei 89 Patienten mit Neurodermitis untersucht, die zugleich gegen Hausstaubmilben sensibilisiert waren. Bei der Hyposensibilisierung gegen die Milben besserte sich das Ekzem deutlich stärker als in der Vergleichsgruppe.

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