Direkt zum Inhaltsbereich

Nanopartikel markieren gefährliche Stenosen

MANNHEIM (skh / gwa). Neue Diagnosetechniken und Therapien sind ein wichtiges Thema auf dem Kardiologenkongreß in Mannheim. Beispiele sind der Einsatz von molekularen Markern in der Atherosklerosediagnostik und minimal-invasive Herzklappen-Operationen.

Veröffentlicht:

"Die Kardiologie ist im molekularen Zeitalter angekommen," sagte Professor Rainer Dietz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), gestern beim der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim. Verfahren der molekularen Bildgebung stünden Kardiologen schon heute als Ergänzung zur Koronarangiographie zur Verfügung, berichtete Dietz.

Durch Mehrschichten-Computertomographie und kardiales MRT in Verbindung mit molekularen Markern könnten nicht nur hochgradige, sondern auch schwach ausgeprägte, aber vulnerable Verengungen der Herzkranzarterien im Frühstadium erkannt werden. Dies gelingt etwa durch die Markierung von Makrophagen in Restenosierungsherden mit Nanopartikeln. Makrophagen und andere Entzündungszellen reichern sich in entzündlich veränderten Gefäßwänden an.

Herzspezialist Professor Karl-Heinz Kuck aus Hamburg prognostizierte, daß künftig viele Patienten mit Herzklappen-Krankheiten minimal-invasiv mittels Katheter behandelt werden. Bisher ist das in Deutschland bei etwa 15 Patienten mit Mitralklappen-Problemen und bei etwa 40 mit Erkrankungen der Aortenklappen gemacht worden.

Bei stenosierten Aortenklappen etwa wird die alte Klappe mit einem Ballon an die Gefäßwand gepreßt. Über einen zweiten Katheter wird dann eine neue Klappe eingesetzt.

Insuffiziente Mitralklappen werden mittels einer Metallspange wieder dicht gemacht (wie berichtet). Diese Spange wird über die Leiste in die Herzvene eingesetzt, die um die Klappe läuft. Pro Jahr werden bei etwa 30 000 Patienten Herzklappen-Erkrankungen festgestellt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Damit die Behandlung anschlägt

Intensivierung bei therapieresistenter Hypertonie: Wie vorgehen?

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Lesetipps