Ärzte Zeitung online, 10.10.2016

Saxagliptin

Kritik an IQWiG-Bewertung

AstraZeneca wehrt sich gegen das Negativ-Urteil des IQWiG zu Saxagliptin. Es sei allein aus formal-methodischen Gründen erfolgt.

WEDEL.Das IQWiG hat vergangene Woche seine erneute Nutzenbewertung von DPP-4-Hemmern bekannt gegeben. Dabei hat das Institut bei Saxagliptin im Gegensatz zur Erstbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) von 2013 entschieden. Der GBA hatte damals einen Zusatznutzen für Onglyza® (Saxagliptin) und Komboglyze® (Saxagliptin plus Metformin) anerkannt.

Anders in der jetzigen IQWiG-Bewertung: Der Zusatznutzen werde allein aus formal-methodischen Gründen nicht bestätigt, kritisiert das Unternehmen AstraZeneca in einer Mitteilung.

Die früheren GBA-Beschlüsse waren befristet, da nach GBA-Ansicht die Datenlage zur kardiovaskulären Sicherheit zum damaligen Zeitpunkt noch nicht ausreichte. In den neu eingereichten Nutzendossiers seien durch die Daten der kardiovaskulären Endpunktstudie SAVOR diese Befristungsgründe adressiert und ausgeräumt worden, betont AstraZeneca.

Zudem enthielten bereits die ursprünglichen Dossiers von 2013 Vergleichsstudien mit Sulfonylharnstoff, die zum Zusatznutzen für Onglyza® und Komboglyze® geführt hatten. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »