Ärzte Zeitung, 25.01.2017
 

Oskar-Medizinpreis 2016

Forschung über Pulmonale Hypertonie geehrt

Diagnostik und Therapie bei Pulmonaler Hypertonie: Mit Arbeiten zu diesen Themen konnten sich Mediziner und Forscher um den Oskar-Medizinpreis 2016 bewerben. jetzt steht der Sieger fest.

BERLIN. Für seine Forschungen zum Thema Pulmonale Hypertonie erhält Professor Marius Hoeper, Medizinische Hochschule Hannover, den Oskar-Medizinpreis 2016. Den mit 50.000 Euro dotierten Preis vergibt die Berliner Stiftung Oskar-Helene-Heim auf dem Gebiet der Pneumologie für Forschungsarbeiten zur Weiterentwicklung von Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen des Lungengefäßsystems.

Mit der Verleihung an Hoeper würdige die Stiftung die wissenschaftliche Qualität seiner 25-jährigen Forschungsarbeit, dokumentiert durch hochrangig publizierte Arbeiten und die Seniorautorschaft der aktuellen europäischen Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der pulmonalen Hypertonie, heißt es in einer Mitteilung zur Preisverleihung. Das Preisgeld stellt die Stiftung für die Fortsetzung dieser Forschungen zur Verfügung.

Die pulmonale Hypertonie ist eine pathophysiologische Störung, die als Komplikation bei der Mehrzahl respiratorischer und kardiovaskulärer Krankheiten auftreten kann, erinnert die Stiftung in ihrer Mitteilung.

Die Bezeichnung dient als Oberbegriff für verschiedenste Krankheitsbilder, die mit erhöhtem Blutdruck im Lungenkreislauf einhergehen. Es handelt sich um eine meist chronische Erkrankung, die im fortgeschrittenen Stadium als Folge von Rechtsherzversagen lebensbedrohlich sein kann.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine möglichst frühe Diagnose. Da die Symptome bei der pulmonalen Hypertonie anfangs nicht spezifisch sind, wird die Diagnose häufig mit deutlicher Verzögerung gestellt und die Therapie demensprechend spät eingeleitet.

Der Oskar-Medizinpreis 2016 wird auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin am 23. März 2017 in Stuttgart verliehen. (eb)

Infos zur Stiftung Oskar-Helene Heim, www.stiftung-ohh.de

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