Ärzte Zeitung online, 05.04.2017
 

Uromodulin

Biomarker auch für Herzleiden

MANNHEIM. Das nierenspezifischen Protein Uromodulin könnte nicht nur als Biomarker für Nierenerkrankungen, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dienen. Das teilt die Universitätsmedizin Mannheim mit.

In ihrer Arbeit berichten die Wissenschaftler, dass geringe Konzentrationen des Uromodulin mit einem deutlich höheren Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen einhergehen können (JASN 2017; online 27. Februar). Dies habe sich bei der Auswertung von mehr als 3000 Blutproben von Probanden der Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health (LURIC) -Studie, die im Mittel über 10 Jahre nachbeobachtet wurden, gezeigt. Patienten mit niedrigem Uromodulin wiesen zudem eine höhere Rate an Begleiterkrankung wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Vitamin D-Mangel und Herzversagen auf. Bei Patienten mit sehr niedrigem Uromodulin sei außerdem die Gesamtsterblichkeit um das Doppelte erhöht gewesen. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »