Ärzte Zeitung, 07.12.2006

Warnung vor Magneten mit Neodym

ZÜRICH (mut). Neodym-Magnete, die zunehmend verwendet werden, können Patienten mit Herzschrittmachern gefährlich werden. Darauf haben Forscher aus Zürich in einem Online-Bericht des britischen Senders BBC hingewiesen.

Die Forscher haben verschiedene, bis zu 8 Gramm schwere Neodym-Magnete in die Nähe von 70 Patienten mit Herzschrittmachern und implantierten Cardioverter-Defibrillatoren (ICD) gebracht.

Bei einer Distanz von weniger als 3 cm wurde die Funktion der Geräte stark gestört. Nach dem Entfernen der Magnete liefen die Geräte zwar wieder normal, die Forscher vermuten jedoch, daß eine längere Exposition deren Funktion dauerhaft schädigen könne.

Magnete mit Neodym sind besonders stark. Sie werden etwa in Kopfhörern, Lautsprechern, Spielzeug und als Notiz-Zettel-Halter für Kühlschränke verwendet.

Topics
Schlagworte
Herzrhythmus-Störungen (579)
Organisationen
BBC (425)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »