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PAVK ist in der Praxis viel häufiger als gedacht

MÜNCHEN (sto). Jeder Fünfte über 65jährige Patient in hausärztlichen Praxen hat nach Erkenntnissen von Professor Curt Diehm aus dem Klinikum Karlsbad-Langensteinbach eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Aber nur zehn Prozent der Betroffenen haben auch die Symptome einer pAVK.

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Das hat Diehm beim Angiologenkongress in München berichtet. "Die pAVK ist in der hausärztlichen Praxis wesentlich häufiger, als wir bisher gedacht haben", betonte Diehm.

Da die pAVK mit einer hohen Sterberate assoziiert ist und diese Patienten ein stark erhöhtes Risiko haben, einen Herzinfarkt und Schlaganfall zu bekommen, ist es wichtig, die pAVK früh zu entdecken, damit das erhöhte kardiovaskuläre Risiko vermindert werden kann.

Eine für hausärztliche Praxen geeignete Screening-Methode ist die Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes (ABI), berechnet als Quotient der systolischen Blutdrucke der Knöchelarterien zu den Armarterien, empfahl Diehm bei einem Symposium, das von Schwarz Pharma unterstützt wurde.

Die Lebenserwartung von Patien-ten mit pAVK sei um bis zu zehn Jahre verkürzt, betonte Diehm. "Je schlechter die Gehleistung, um so früher ist der Patient tot". Nach den aktuellen Daten aus der getABI-Studie* liege die Sterberate bei Patienten mit pAVK nach einem Jahr bei 2,8 Prozent im Vergleich zu 0,9 Prozent bei Patienten ohne pAVK. Grund für die höhere Sterberate sei ein insgesamt wesentlich stärker geschädigtes Gefäßsystem als zum Beispiel bei Patienten, die nur eine Herzkrankheit haben, erläuterte Diehm.

*getABI bedeutet German epidemiological trial on Ankle Brachial Index



STICHWORT

Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes

Zur Bestimmung des Knöchel-Arm-Indexes (ABI, Ankle Brachial Index) wird der Blutdruck am Oberarm gemessen und am Knöchel mit Hilfe des Dopplers bestimmt. Dann wird der Knöchelwert durch den Armwert geteilt. Als pathologisch und Hinweis auf eine arterielle Verschlusskrankheit gelten Befunde mit Werten unter 0,9. (eb)

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