Ärzte Zeitung, 15.09.2008

Notfall-CT ist bei TIA-Patienten meist überflüssig

Ein CT ist bei TIA-Patienten weitgehend überflüssig. Liegt ein Infarkt vor, ist er im CT meist noch nicht nachzuweisen. Besser ist bei Infarkt-Verdacht ein MRT.

Darauf deutet eine Studie bei 205 TIA-Patienten, die Dr. Stephan Ulmer vom Uniklinikum Kiel vorgestellt hat. Untersucht wurden Patienten, die weniger als eine Stunde lang neurologische Symptome gehabt hatten. Wie Ulmer beim Kongress in Hamburg berichtet hat, wurden alle Patienten per kranialer CT untersucht, zusätzlich konnte eine MRT erfolgen.

Das Ergebnis: Bei sechs der 205 Patienten wurde ein Infarkt entdeckt, nur zwei der Infarkte waren im CT sichtbar, die anderen vier ausschließlich im MRT. "MRT war CT hier haushoch überlegen", so Ulmer. Da die Patientenzahl sehr klein war, sei eine größere Studie nötig. Generell, so Ulmer, sollte bei TIA immer eine Bildgebung erfolgen - am besten per MRT. (mut)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Nach Laborreform - Alte EBM-Nummer, aber neue Fallen für den Bonus

So viel hat sich bei den Ausnahme-Kennnummern im Labor zum 1. April gar nicht geändert. Doch ihre Wirkung auf Laborkosten ist völlig anders als bisher. Lesen Sie am Beispiel des Diabetes, wie Sie neue Fallen im Labor vermeiden. mehr »

Neue MS-Medikamente für weniger Schübe und weniger Behinderung

Wie innovative Medikamente und neue Behandlungsrichtlinien die Therapie bei MS optimieren – das ist ein Schwerpunkt beim Kongress der Europäischen Neurologen in Lissabon. mehr »