Ärzte Zeitung online, 25.06.2019

Aufzahlung

1169 Euro im Schnitt für Hörhilfe

BERLIN. 70 Prozent der GKV-Versicherten zahlen aus eigener Tasche für die Versorgung mit einer Hörhilfe auf.

Das geht aus einer Befragung des GKV-Spitzenverbands und mehrerer Kassen unter 3457 erwachsenen Versicherten hervor.

Im Schnitt betrug die Aufzahlung der Versicherten für beide Ohren 1169 Euro. 81 Prozent der Befragten sind mit der Versorgung zufrieden oder sehr zufrieden, und zwar unabhängig von den Mehrkosten.

Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbands, sagte, es gelte „genauer nach den Ursachen für Mehrkosten zu fragen“.

Es sei „inakzeptabel“, dass 22 Prozent der GKV-Versicherten kein mehrkostenfreies Gerät angeboten wurde. Für Kiefer ist die Konsequenz, dass „ein Teil der Versicherten eine gezieltere ergänzende Beratung durch die Kassen braucht.

Bei Versicherten, die mehr als einen Hörakustiker aufsuchten, lag der Mehrpreis um 229 Euro unter dem Durchschnitt. Doch weniger als jeder fünfte Versicherte (17 Prozent) holt ein zweites Angebot ein.

Der Festbetrag für die Versorgung eines schwerhörigen Versicherten ist zuletzt im Juli 2013 auf rund 733 Euro angehoben worden.

 Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands wurde vor sechs Jahren in die Verträge der Kassen mit Hörakustikern auch die Vorgabe aufgenommen, dass den Versicherten mindestens ein mehrkostenfreies Gerät angeboten werden muss. (fst)

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[25.06.2019, 19:58:57]
Edda Brühl 
Zuzahlung für Hörhilfe
Ich sehe es aus eigener Erfahrung als wichtig an, daß eine gezieltere Beratung durch die Krankenkasse erfolgt.
Die Hörakustiker
setzen alles daran, in den Bereich der Zuzahlung zu kommen und geben sich für ein Gerät ohne Zuzahlung keinerlei Mühe der Optimierung für den Patienten. Dieser hat ja nicht die Fachkompetenz, daß er dies beurteilen könnte, also zahlt er.
Nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Profit, so einfach ist das.
Traurig im Gesundheitswesen, aber leider wahr.

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