Ärzte Zeitung, 18.02.2015

Nebennierenzellen

Wird Transplantion möglich?

DRESDEN. Forscher vom Dresdener Uniklinikum haben im Tiermodell ein künstliches Nebennierensystem entwickelt. Dieses solle zukünftig beim Menschen die Transplantation von Nebennierenzellen möglich machen, meldet das Uniklinikum Dresden.

Die Forscher entnahmen dazu Nebennierenzellen von Rindern, bereiteten sie in einem aufwendigen Verfahren auf, um Lebensdauer und Funktion der Zellen zu erhöhen, und transplantierten diese in Ratten.

Das Experiment gelang, die Zellen nahmen im Empfängerkörper die regelmäßige Hormonproduktion auf.

Anschließend gaben die Forscher die Zellen vor der Transplantation in eine kleine Kapsel, ein künstliches Nebennierensystem, die sie schließlich dem Empfänger einpflanzten.

Die Kapsel schütze die Spenderzellen vor Immunreaktionen, lässt aber die Hormone durch die semipermeablen Wände in den Körper des Empfängers passieren. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Von der Party in die Notaufnahme

Nach reichlichem Genuss von Energy-Drinks entwickelt ein junger Patient einen Infarkt. Die Diagnostik zeigt einen überraschenden Befund - und wirft zusätzlich Fragen auf. mehr »

Webbasierter Arzneiplan bindet Pflege ein

Der schnelle Austausch zwischen Ärzten, Pflegern und Apotheken kann die Qualität der Arzneitherapie um 25 Prozent verbessern. Das zeigt das Projekt InTherAKT aus Münster. mehr »

Kleine Blutungen sind kein Grund, die Antikoagulation abzusetzen

Unter oraler Antikoagulation haben Patienten häufig Nasenbluten und andere kleinere Blutungen. Bedenklich sind solche lästigen Zwischenfälle aber nicht, bestätigt eine Registerstudie. mehr »