Ärzte Zeitung, 16.07.2007

Bei Rauchern lohnt TSH-Test

TRONDHEIM (gwa). Rauchen beeinflusst die Schilddrüsenfunktion - TSH-Kontrollen gerade bei Rauchern lohnen sich also.

Im Vergleich zu Nichtrauchern haben Raucher im Mittel niedrigere TSH-Werte, rauchende Frauen häufiger eine Hyperthyreose, melden Forscher um Dr. Bj¢rn O. Åsvold von der Uni in Trondheim in Norwegen. Und: Rauchstopp lässt das TSH wieder steigen. Die Kollegen prüften bei knapp 31 000 Menschen ohne bekannte Schilddrüsen-Krankheiten die TSH-Werte. Ergebnis: Bei Rauchern waren die TSH-Werte mit im Mittel 1,37 mU/ l niedriger als bei Nichtrauchern (1,68 mU/ l).

0,5 Prozent (28 von 5577) der rauchenden Frauen hatten eine Hyperthyreose, aber nur 0,3 Prozent (32 von 10 662) der Nichtraucherinnen. Für Männer war keine verlässliche Aussage zum Risiko möglich, da nur sechs eine Überfunktion hatten (Arch Intern Med 167, 2007, 1428). Übrigens: Ex-Raucher, die mehr als zehn Jahre abstinent waren, hatten ähnliche TSH-Werte wie Nichtraucher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

15:47Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »