AIDS/HIV

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Modul: Kutane Alarmzeichen als Hinweise auf AIDS

Ärzte Zeitung online, 16.07.2019

Neue Daten

HIV-Infektionen gehen weltweit zurück

2018 haben sich weniger Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert als dies im Jahr 2017 der Fall war.

HIV-Infektionen gehen weltweit zurück

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen waren 2018 rund 37,9 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert.

© jarun011 / stock.adobe.com

GENF. 1,7 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2018 weltweit mit dem HI-Virus infiziert, teilt das HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen UNAIDS mit. Das entspreche einem Rückgang um 16 Prozent im Vergleich mit dem Jahr 2010.

Insgesamt lebten 2018 nach UNAIDS-Schätzungen 37,9 Millionen Menschen weltweit mit dem Virus, das sei eine Million mehr als noch im Vorjahr.

Der Rückgang von HIV-assoziierten Toden sei vor allem auf medizinische Fortschritte in Ost- und Südafrika zurückzuführen, so UNAIDS. (mmr)

HIV-Epidemie verändert sich

Während die Zahl der globalen HIV-Neuinfektionen zurückgeht, hält der Aufwärtstrend neuer HIV-Infektionen in Osteuropa und Zentralasien an: Im vergangenen Jahr stieg dort laut UN-Bericht die Zahl der Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind, um 29 Prozent.

Insgesamt seien in der Region mit Russland, der Ukraine und rund einem Dutzend anderen Ländern etwa 1,7 Millionen Menschen mit HIV infiziert.

Auch im Nahen Osten und Nordafrika sowie in Lateinamerika nahmen die Infektionen zu. Nach wie vor sei Ost- und Südafrika aber die am stärksten von HIV betroffene Region, mit 20,6 Millionen Infizierten.

Dort mache aber vor allem Südafrika gute Fortschritte: Die Zahl der neuen Infektionen sei seit 2010 um 40 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Todesfälle sei im gleichem Umfang reduziert worden.

Vor zuviel Optimismus gewarnt

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnte im Zuge der UNAIDS-Veröffentlichung vor zuviel Optimismus: 2018 sei die Zahl der Aids-assoziierten Todesfälle kaum gesunken und noch immer erhielten viele Infizierte ihre Diagnose erst in einem späten Stadium der Erkrankung.

Aids sei vor allem ein Produkt von Vernachlässigung, kritisierte Dr. Gilles Van Cutsem von MSF: Die HIV-Grundversorgung erreiche selten vernachlässigte Länder oder vernachlässigte Bevölkerungsgruppen.

Die Epidemie konzentriere sich immer stärker auf die Risikogruppen: Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen im Jahr 2018 betrafen Sexarbeiter, Drogenkonsumenten, Männer, die Sex mit Männern haben, Transgender-Personen und Gefängnisinsassen. (mmr/dpa)

Wir haben den Beitrag aktualisiert am 16.07.2019 um 15:12 Uhr.

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