Ärzte Zeitung, 09.07.2004

Typhus in Leipzig ist kein Anlaß für größere Sorge

LEIPZIG (ddp). Die drei Typhus-Patienten in Leipzig sind nach Angaben der behandelnden Ärzte kein Anlaß zu größerer Unruhe. Allerdings sei die wahrscheinlich gemeinsame Quelle der Infektionen noch unbekannt, sagte der Leiter der Abteilung Infektionskrankheiten und Tropenmedizin am Leipziger Klinikum St. Georg, Professor Bernhard Ruf.

Den Angaben zufolge verläuft die Erkrankung bei den drei stationär behandelten Patienten aber milde. Die Antibiotika schlügen an, und die zwei erkrankten Frauen und der Mann seien auf dem Weg der Besserung.

Bei zwei weiteren Patienten seien die Tests negativ gewesen. Der Leiter des Leipziger Gesundheitsamtes, Bodo Gronemann, erklärte, er sei seit Anfang der vergangenen Woche über die zunächst fünf Verdachtsfälle informiert gewesen.

Seither seien bis zu 100 Menschen aus dem Familien-, Bekannten- und weiteren Umkreis der Betroffenen untersucht worden, bislang ohne auf weitere Typhus-Erkrankungen zu stoßen. Laut Gronemann habe es im vergangenen Jahr bundesweit 50 bis 60 Typhus-Patienten gegeben.

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