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Dengue-Fieber wird es in deutschen Praxen wohl immer öfter geben

NEU-ISENBURG (ug). Dengue-Fieber wird wohl ein zunehmendes Problem in den Praxen werden, vermutet der Heidelberger Tropenmediziner Dr. Thomas Jaenisch. Denn die Viruserkrankung breitet sich in Südostasien und Lateinamerika rasant aus.

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Nach Deutschland wird Dengue-Fieber zunehmend importiert. Zwar wurden im vergangenen Jahr nur 174 Patienten an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Doch sei von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen, sagte Jaenisch. Denn die Krankheit könne leicht mit einer Virusgrippe verwechselt werden.

Die Patienten kommen mit hohem Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen und oft auch Augenmuskelschmerzen in die Praxis. Wenn das Fieber fällt, bekommen viele Patienten einen typischen Hautausschlag, meist an den Beinen: "Kleine, stecknadelkopfgroße Blutungen oder Rötungen, die stark jucken oder brennen", sagte Jaenisch beim 7. Forum Impf- und Reisemedizin in Heidelberg.

Nach seinen Angaben gibt es für Dengue-Fieber zwei sehr gute Ausschlusskriterien:

  • Die Inkubationszeit liegt zwischen drei und 14 Tagen, ist aber nie länger.
  • Zudem kommt Dengue-Fieber nur in Südostasien und Lateinamerika vor.

Deutsche Touristen bringen die Infektion vor allem aus Thailand, Vietnam, Indonesien und aus Mittel- und Südamerika mit. Liegt ein Dengue-Verdacht vor, gilt es unbedingt, eine Malaria-Erkrankung auszuschließen, so Jaenisch. Denn in den meisten Dengue-Endemiegebieten gibt es auch Malaria.

Mehr Informationen gibt es unter www.rki.de, dort "Dengue" in Schnellsuche eingeben!



STICHWORT

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden von Aedes-Mücken übertragen. Die Symptome der Infektion - hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen - dauern zwei bis drei Wochen an. Nachgewiesen wird das Virus im Blut. Es gibt bisher keine kausale Behandlung. Zur symptomatischen Therapie eignet sich ein Flüssigkeitsausgleich. Eine Impfung gibt es nicht. Bei wiederholter Infektion mit dem Virus kann es zu hämorrhagischem Fieber kommen mit Spontanblutungen und Abfall der Thrombozyten. Die Letalität ist hierbei recht hoch. Mückenschutz mit Repellentien, körperbedeckender Kleidung und Moskitonetzen ist besonders wichtig. (ug)

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