Ärzte Zeitung online, 09.12.2014

WHO meldet

Weltweit weniger Malaria-Tote

Die Zahl der Todesfälle durch Malaria ist laut WHO weltweit zwar deutlich zurückgegangen. Sorge bereitet den Experten allerdings, dass Resistenzen vermehrt auftreten.

GENF. Die Zahl der Todesfälle durch Malaria ist weltweit deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr seien zwar noch rund 584.000 Menschen an der Krankheit gestorben.

Dies sei jedoch fast die Hälfte weniger als noch im Jahr 2000, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit.

Moskitonetze schützen vor Stichen

Verantwortlich dafür ist nach Angaben der WHO vor allem der bessere Schutz vor Moskitostichen.

So habe 2013 fast jeder zweite Afrikaner ein mit Insektizid behandeltes Moskitonetz benutzt, während zehn Jahre zuvor nicht einmal einer von 33 Afrikanern ein solches Netz besessen habe.

Auch die Verfügbarkeit effektiver Medikamente und schneller Diagnosetests habe zum Rückgang beigetragen.

Ebola-Epidemie beeinträchtigt Malaria-Bekämpfung

Sorge bereitet der WHO das vermehrte Auftreten von Resistenzen vor allem in Asien. Zudem habe die Ebola-Epidemie in Westafrika die Malaria-Bekämpfung in den betroffenen Ländern stark beeinträchtigt.

Der Erreger wird von infizierten Moskitos verbreitet. Malaria gilt als eine der tödlichsten Infektionskrankheiten überhaupt. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Stromstimulation hilft Gedächtnis auf die Sprünge

US-Forscher haben mit einer speziellen Wechselstromstimulation das Arbeitsgedächtnis von über 60-Jährigen auf das Niveau von 20-Jährigen gehoben – zumindest für kurze Zeit. mehr »

Aufklärung alleine verpufft

Nicht nur zu Ostern locken Schokolade und Co.: Laut DONALD-Studie liegt der Zuckerverzehr gerade bei Kindern und Jugendlichen noch immer über der WHO-Empfehlung. Forscher sehen hier die Politik in der Pflicht. mehr »

Länger geguckt, eher gekauft

Menschen treffen irrationale Kaufentscheidungen, so eine Studie: Allein eine lange Betrachtungsdauer lässt Personen eher zugreifen – selbst, wenn das Produkt schlecht ist. mehr »