Ärzte Zeitung online, 06.10.2017

Pest-Ausbruch

WHO liefert Antibiotika nach Madagaskar

GENF / ANTANANARIVO. Angesichts des Pest-Ausbruchs in Madagaskar hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1,2 Millionen Dosen Antibiotika in den Inselstaat geschickt. Sie sollen sowohl zur Prophylaxe als auch zur Behandlung von Erkrankten eingesetzt werden, erklärte die WHO am Freitag. Knapp 250.000 weitere Dosen sollen in Kürze folgen. Damit könnten bis zu 5000 Erkrankte behandelt werden und 100.000 Menschen Prophylaxe bekommen. "Je schneller wir handeln, desto mehr Leben retten wir", erklärte die WHO-Chefin in Madagaskar, Charlotte Ndiaye.

Kleinere Ausbrüche der Beulenpest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich, bei der jüngsten Epidemie seit Ende August gibt es jedoch auch zahlreiche Fälle der gefährlicheren und leichter übertragbaren Lungenpest. Die Zahl der Toten stieg dem Gesundheitsministerium zufolge inzwischen auf 36, rund die Hälfte davon in dicht besiedelten Städten. Mindestens 155 Menschen seien an der Lungenpest erkrankt, 75 an der Beulenpest. Vergangene Woche hatten die Behörden noch von insgesamt gut 100 Erkrankten gesprochen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Abwarten schlägt Op

Zumindest in den ersten sechs Jahren nach Diagnose haben Männer mit lokalisiertem Prostata-Ca eine bessere Lebensqualität, wenn sie sich nicht unters Messer legen. mehr »

No deal-Brexit? Dieses Szenario lässt NHS-Angestellte schaudern

Je mehr Zeit in ergebnislosen Verhandlungen verrinnt, desto nervöser werden Beschäftigte vor allem im Gesundheitswesen. Ein Brexit ohne Vertrag mit der EU? Im NHS fürchtet man in diesem Fall ein Desaster. mehr »

Der reine Telearzt kommt

Fernbehandlung ohne Erstkontakt in der Praxis? Im Ländle wird dieses Modell jetzt erstmals getestet. Die Kammer dort hat gerade das erste Projekt genehmigt. mehr »