Ärzte Zeitung online, 16.04.2018

Hochansteckendes Fieber

Nigeria erlebt heftigsten Lassa-Ausbruch seit Jahren

In Nigeria sind in den vergangenen zwei Monaten bereits bis zu 2000 Menschen an Lassa-Fieber erkrankt. 100 Personen starben, darunter auch medizinisches Personal.

BERLIN. Mit 1781 vermuteten und 408 bestätigten Fällen von Lassa-Fieber innerhalb von zwei Monaten ist der derzeitige Ausbruch der Krankheit in Nigeria einer der schlimmsten in den vergangenen Jahren, wie die Organisation Ärzte ohne Grenzen berichtet. 101 Menschen seien an dem hochansteckenden Fieber gestorben. Notfallteams der Hilfsorganisation unterstützten die nigerianischen Gesundheitsbehörden, um die Epidemie einzudämmen.

Unter den Toten sind nach Angaben der Organisation auch viele Pflegekräfte und Ärzte, die sich bei Patienten angesteckt hätten, weil sie nicht wussten, dass jene infiziert waren, oder die keine entsprechende Schutzausrüstung trugen. Zwar gehe aktuell die Zahl der Erkrankten zurück, eine Entwarnung bedeute das jedoch nicht.

Wie Ebola und Dengue gehört das Lassa-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Übertragen wird es vor allem über durch Ratten verseuchte Lebensmittel, aber auch durch Ausscheidungen infizierter Personen. Im schlimmsten Fall führt die Krankheit zu einem Schockzustand mit Organversagen. (run)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Europäische Impfwoche - Same procedure as last year!

Heute starten die Europäischen Impfwochen. Am Beispiel Masern werden beträchtliche Defizite in Deutschland deutlich - und dass es seit Jahren kaum Fortschritte gibt. mehr »

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen und Opposition weht scharfer Gegenwind. mehr »