Ärzte Zeitung, 16.10.2012

Kommentar

Vitamin D-Speicher natürlich füllen!

Von Christine Starostzik

62 bis 64 Prozent der Kinder und 57 bis 58 Prozent der Erwachsenen haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut einen Vitamin-D-Mangel. Da wird schnell der Ruf nach Supplementation laut.

Doch ist höchst umstritten, ob Pillen tatsächlich etwas bringen. So ergab eine aktuelle Studie, dass die Vitamin-D-Supplementation gesunde Erwachsene keineswegs vor Erkältungen schützt. Auch Untersuchungen zum Einfluss auf Herz-, Knochen- und Krebsrisiken zeigen ernüchternde Befunde.

Andererseits genügen 15 bis 20 Minuten täglich mit unbedecktem Gesicht und nackten Armen im Freien, um den Vitamin-D-Spiegel auf dem Normalwert von über 50 nmol/l zu halten. 80 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs werden so gedeckt.

Ist es im Winter zu kalt, kann man in wärmeren Jahreszeiten Sonnenstrahlen sammeln, denn das im Körper gebildete Vitamin wird einige Monate gespeichert. Die restlichen 20 Prozent können durch Ernährung aufgefüllt werden.

Angesichts der diffusen Studienlage scheint für den gesunden Durchschnittsbürger folgendes Rezept nicht nur genussvoller, sondern möglicherweise auch effektiver als die Versorgung per Pille: Raus an die frische Luft und anschließend einen Fisch braten!

Lesen Sie dazu auch:
Vitamin D: Kein Schutz vor Atemwegsinfekten

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[22.11.2012, 13:17:25]
Dr. Horst Grünwoldt 
Vitamin A und D - Aktivierung
Meinen wöchentlichen, winterlichen Schwimmbad- und Saunabesuch verbinde ich einmal im Monat als gesundheitsbewußter Genießer auch mit einer 10-minütigen Solarium-UV-Ganzkörper-Dusche.
Natürlich nicht der Bräunung wegen, sondern um mein mit der Nahrung aufgenommenes beta-Carotin und Vitamin D körpereigen zu aktivieren.

Nach einem bewegungsaktiven Alltag und vielseitigen Berufsleben brauche ich gottlob nicht mit dem übergewichtigen Sauna-Aufgussgang der "Lemmige" und dem nackten "Fleischberg" auf der nassen Bank zum kurzfristigen Abschwitzen zu hocken, sondern lege mich zum Wohlfühlen stattdessen mit dem Badelaken auf die trockenen, warmen Bretter des Finnischen Kabäuschen.

So hat ein alter Tierarzt wieder mal den Doktor und Apotheker gespart. Statt der 30,-- Euro Rückenschmerz-Behandlung als Nadelkissen ist der wunderbare Badetempel (das tolle "Aquadrom" in Graal-Müritz) und ein schönes Tellergericht mit Salat danach bezahlt, und mein "back" für die nächste Woche wieder frei von schmerzhaften Verspannungen. Außerdem ist der Muskeltonus wieder etwas angeschwollen und sogar der Kopf von vielen unnötigen Überlegungen befreit.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (Jg. 1945) aus Rostock

Auch im Hochsommer verbringe ich an meinen Ostsee-Hausstränden nur noch ca. 1 Stunde im Freiluft-Badebetrieb,und halte meine passable Altershaut
nach dem Schwimmen weitgehend bedeckt, weil ich schon als junger E-Helfer mehr als genug von "Clara" im äquatorialen Afrika abbekommen habe. zum Beitrag »
[17.11.2012, 12:56:37]
Dr. Rainer Didier 
Sommer reicht nicht aus.
Mit 15 Minuten Sonne auf die Haut kann man evt eine Rachitis verhindern mehr aber auch nicht!!!
Zumal viele Kinder im Sommer mit Lichtschutzfaktoren eingeschmiert werden, was eine ausreichende VIT-D Produktion unterbindet.


 zum Beitrag »
[16.10.2012, 17:48:54]
Dr. Nicolai Worm 
Viel hilft nicht viel!
Eine Vitamin-D-Mangelversorgung ist ein Risikofaktor für viele Erkrankungen – auch für Infektionskrankheiten. Wenn man aber eine ausreichenden Vitamin-D-Status hat (25OHD mit 30-50 ng/ml) kann man durch zusätzliche Supplementierung keinen Vorteil erwarten...

In der oben zitierten Studie hatten die Probanden vor Beginn der Studie/Intervention einen mittleren 25OHD-Spiegel von 29 ng/ml. Damit waren sie knapp ausreichend versorgt. Was erwartet man von solch einem Studienansatz? Soll viel viel helfen?

Dr. Nicolai Worm

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