Ärzte Zeitung online, 11.07.2014

Westafrika

Solidaritätsfonds für Kampf gegen Ebola

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas will einen Solidaritätsfonds gegen die Ebola-Epidemie einrichten. Nigeria will 2,6 Millionen Euro beisteuern.

ACCRA/MONROVIA. Zur Bekämpfung der schweren Ebola-Epidemie in Guinea, Liberia und Sierra Leone will die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas einen Solidaritätsfonds einrichten. Dies wurde am Donnerstagabend nach einem Gipfeltreffen der Mitgliedsstaaten in Ghana bekannt.

Nigeria habe bereits 3,5 Millionen Dollar (2,6 Millionen Euro) zugesagt, hieß es. Andere Staaten der Region sowie die Internationale Gemeinschaft wurden aufgefordert, ebenfalls Gelder für den Fonds bereitzustellen.

UN-Experten warnten, dass vor allem Ängste und Missverständnisse bei der Bevölkerung für die Ausbreitung des Ebola-Erregers verantwortlich seien. "Manche Leute bestreiten, dass es die Krankheit überhaupt gibt", sagte der Unicef-Regionaldirektor für West- und Zentralafrika, Manuel Fontaine. "Andere denken, dass keine Behandlung nötig ist."

Viele Menschen in Westafrika misstrauen den Ärzten und verstecken Kranke in ihren Häusern.

Es handelt sich um den ersten Ebola-Ausbruch in Westafrika. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Gesamtzahl der Ebola-Toten bis zum 8. Juli auf 539 gestiegen.

Insgesamt gab es den Statistiken zufolge 888 Fälle. Bisher gibt es weder eine Impfung noch ein Medikament. (dpa)

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