Ärzte Zeitung, 10.05.2004

KOMMENTAR

Fleißige Ärzte, gute Impfraten

Von Wolfgang Geissel

Mit ein bißchen Fleißarbeit von Ärzten ließen sich in Deutschland die Impfraten am ehesten nachhaltig verbessern. Es reicht dazu aus, möglichst jeden Patienten bei jedem Kontakt auf Impfungen anzusprechen, um Impflücken zu schließen. Das legen die Ergebnisse einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts zur Influenza-Impfung nahe.

Furcht, bei Patienten durch eine Impf-Empfehlung auf Ablehnung zu stoßen, ist dabei unbegründet. Nur acht Prozent der Befragten waren gegen Impfungen eingestellt.

Gerade bei älteren Patienten und chronisch Kranken gilt es in Deutschland, noch viele Chancen zu nutzen. Höchstens jeder zweite von ihnen wird gegen Influenza geimpft, und mit der ebenfalls empfohlenen Pneumokokken-Impfung werden bisher nur wenige Prozent erreicht.

Lesen Sie dazu auch:
Wer seine Patienten impfen will, sollte sie direkt ansprechen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »